Shaundakul

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Titel:
Der Windreiter, Der Wanderer, Vater des Waldes

Andere Namen:
-

Symbol:
Ein Wanderstab, dessen oberes Ende in den Ästen eines Baumes aufgeht

Portfolio:
Wald, Jagd, Tiere, Karavanen, Reise, Entdeckung und Expeditionen

Philosophie/Motivation:
Shaundakul ist der Schutzpatron des Waldes und der Tiere. So ist sein Ansinnen die Gesundheit und Ausgeglichenheit der Flora im Wald und der gesunde Bestand der Tiere. Brandrodungen und Abholzungen in großem Maße, so dass die Baumbestände langanhaltend Schaden nehmen sind ihm zuwider und manch Unglück bei diesen Arbeiten wird ihm zugerechnet. Zwar ist er auch der Schutzpatron der Jäger, aber so muss der Wildbestand gewahrt werden und die Jagd wird als solches für den Eigenbedarf und die eigene Ernährung gutgeheißen. Wilderer aus Gewinnsucht und Mordlust haben den Zorn Shaundakuls zu fürchten.
Ebenfalls liegt ihm das Vesper Grenzland besonders am Herzen, ist es doch gerade von vielen zerstörerischen Kreaturen, welche den Tierbestand bedrohen, heimgesucht und so findet sich sein einziger Schrein dort.
Ferner schützt er die Reisenden und die Entdecker, welche kühn und ohne Verzagen weite Wege auf sich nehmen und neue Ländereien entdecken wollen. Manches Mal hat er ihnen den richtigen Weg gewiesen, wenn sie fehlten. So ist Shaundakul stets offen für das neue und unerforschte Land. Überhaupt ist er den Reisenden zugetan, welche sich auf den Weg zu nahen und fernen Zielen machen. Über diese hält er seine Hand und hat schon manchem geholfen, als er sich verirrte.

Aufgaben der Anhänger und der Priesterschaft:
Shaundakul wird meist von Menschen und Elfen angebetet, aber auch andere Wesen findet man unter seinen Anhängern. Fast alle Waldläufer verehren Shaundakul als Vater des Waldes und dienen ihm, indem sie sich meist in der Wildnis aufhalten, diese erkunden und sichere Wege durch diese suchen. Ebenfalls haben sie ein Augenmerk auf die Tiere des Waldes und erjagen nur das zur eigenen Versorgung Notwendige. Zwar sind Waldläufer meist wortkarge Gesellen, die die Einsamkeit lieben, aber zum Schutze von Shaundakuls Tempel leiten sie Jäger an, gebieten ihnen bei Übermaß Einhalt und schützen den Wald vor nachhaltig schädigenden Rodungen. Oft bieten sie sich auch als Scouts oder Führer durch unbekannte Gebiete und die Wildnis an, bringen Reisende sicher an ihr Ziel.
Shaundakul-Anhänger begleiten oft Karawanen und beschützen sie vor Überfällen sowie anderen Gefahren. Insbesondere dienen sie ihrem Herrn, indem sie den Geleitschutz für Händler übernehmen.
Shaundakul wird oft vor Reisen und Expeditionen um Schutz angerufen, so soll es auch viele Seeleute geben, die seinen Schutz vor einer Schiffsreise und gutes Gelingen für das Unternehmen erbitten.

Beziehungen zu anderen Göttern:
Shaundakul steht den anderen Göttern recht neutral gegenüber, allerdings sei zu erwähnen, dass er Garlen und Muriel wohl zugeneigt ist. Mag er doch lieber einfache Gemüter ohne überkandidelte Ziele, die andere in ihrer Lebensweise arg bevormunden. Zwar ist ihm Garlen in ihrem Wirkungskreis manchmal etwas zu brav, aber er weiß wohl, dass jeder der auf Entdeckung geht eine geschützte Heimat braucht. Da viele Händler auf Reisen gehen, um neue Waren, Gewürze und edle Stoffe zu erlangen, sorgt er manches Mal für deren Schutz und dem Erreichen des Reiseziels. So verbinden sich die Wirkungskreise von Shaundakul und Muriel.
Besonders gern aber hat er aber Lavain, den Gott der Feste, des Frohsinns und des Schabernacks. Oft treffen sie zusammen und Shaundakul lässt sich von seinen Streichen erzählen.
Gegen den Meister jedoch hegt er eine große Abneigung, sieht er doch den Teil der Schöpfung in seiner Obhut durch diesen stets bedroht.

Tempel, bekannte Stätten und Avatare:
Im Vesper Grenzland, südlich und unweit des alten Druidenhains befindet sich ein kleiner Schrein zu Ehren des Gottes Shaundakuls. Viele Waldtiere fühlen sich von der Ruhe und Friedlichkeit des Schreins angezogen und verweilen dort. Nähert man sich diesem Ort, erfüllt einen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Andere Tempel oder Schreine, welche dem Gott Shaundakul geweiht sind, sind nicht bekannt. Es heißt aber, dass Shaundakul die Wälder der Welt als seinen Tempel ansieht und dort leise allgegenwärtig im Wind verweilt, was ihm den Namen Windreiter eintrug.
Einmal tritt Shaundakul als riesiges Windelementar auf, welches sich mit irrsinniger Geschwindigkeit bewegen kann. Diesen Avatar nutzt Shaundakul meist, um Seereisenden auf einer Expedition oder Entdeckungsreise zu unterstützen und ihnen bei langandauernder Flaute schon mal zu helfen.
Ebenfalls wandert Shaundakul gern als älterer hagerer Mann mit langem Bart durch die Wälder. Dieser ist in Lederwams, Lederhose und schweren Stiefeln gewandet, dazu trägt er einen grünen Hut und einen grünen Lodenmantel sowie einen schweren Wanderstab in Form eines gewundenen Astes. Oft haben verirrte Wanderer und Reisende einen älteren Herrn mit diesem Aussehen getroffen, der ihnen den richtigen Weg wies. Mit diesem setzt er sich zu den Sterblichen ans Feuer ihres Nachtlagers, raucht sein Pfeifchen und plaudert mit diesen. Bekannt ist er hierbei für seinen derben Humor und seine mitunter zotenreichen Witze. Er soll auch schon in der Frommen Gemeinde eingekehrt sein, um zu rasten und mit den Bewohnern über deren Sorgen und alltäglichen Erlebnisse geplaudert haben. Doch sollte man diesen älteren Herren nicht unterschätzen, denn sieht er Frevel an Wald und Tier, so erscheint er urplötzlich mit einem gezogenen mächtigen Langschwert und streckt die Täter nieder.

Geschichte / Hintergrund:
Da Shaundakul meist unerkannt unter den Sterblichen wandelt, ist sein Wirken auf der Vergessen Welt vielen nicht bekannt.

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