Rollenspiel Magie

Grundlagen der Magie unserer Ebene / Vorwort

OOC-HINWEIS:
Dieser Text soll nicht auswendig gelernt werden um bei Prüfungen oder Ähnlichem runtergerasselt werden zu Können!
Er soll euch nur in etwa Regeln und Grenzen der Magie zeigen, innerhalb derer ihr euch bewegen könnt. Eben eine Art grundlegender "Physik" für Magier, die nicht umgangen werden kann und in deren Grenzen man sich frei bewegen kann.

Einführung

In der Welt gibt es eine nahezu unbegrenzte Menge frei verfügbarer mystischer Energie, die von den Bewohnern auf unterschiedliche Weise genutzt werden kann. Diese Kraft wird als Mana, als arkanes Gewebe, das Netz der Magie oder auch Fluß der mystischen Energie bezeichnet - um nur einmal einige der gängigen Begriffe zu nennen.
Es gibt verschiedene Wege diese Energie zu nutzen - alle haben jedoch die gleiche Basis.

Die Spruchmagie bietet ihren Anwendern Zaubersprüche, die im Laufe der Jahrhunderte ausgetüftelt worden sind. Solche Zauber sind sehr unflexibel, aber relativ leicht zu erlernen, da sie kaum eigene kreative Energie von ihrem Anwender fordern. Sie stellen die verbreitetste Form der Magie dar.

Beschwörer nutzen uralte Formeln für ihre Zwecke. Mit der Hilfe des Wissens und den gesammelten Erfahrungen ihrer alten Meister rufen sie mächtige Wesen aus anderen Dimensionen herbei, die sie dann in ihre Dienste zwingen - oder es zumindest versuchen - um Macht zu erlangen.
Diese Kunst ist mit hohen Risiken verbunden, denn jedes dieser Wesen hat einen eigenen Willen und ist oft auch nicht unbedingt darüber erfreut, aus seiner Welt gerissen zu werden.

Genau genommen ist die Kunst der Beschwörung eigentlich nur eine spezialisierte Form von Ritualmagie - diese enthält sowohl Elemente der zwei bereits genannten Formen der Energienutzung und -manipulation, als auch ihre ganz eigenen Aspekte. Sie ist sehr vielseitig einsetzbar und in den Möglichkeiten ihrer Anwendung wird sie nur durch das Wissen und die Macht der ausführenden Magier beschränkt.

Jedem Magieanwender ist es zudem auch möglich, magische Energie frei zu formen und zu kontrollieren. Natürlich am Anfang seiner Laufbahn nur in bescheidenem Maße.
Ein solcher Zauber fordert gleichsam eine weitaus höhere Konzentration und mehr Umsicht als ein einfacherer Zauber der Spruchmagie. Meist unterstreicht ein Magier seinen Zauber hierbei mit eigenen Worten und Gesten, um die Energien zu formen und miteinander zu verweben - nur sehr wenigen Magiern ist es möglich gänzlich auf solche Hilfen zu verzichten und das Mana auch nur durch ihren schieren Willen zu manipulieren.

Magische Energie

Jedes Wesen hat ein gewisses Maß magischen Potentials (eine Aura), welches ihm den Zugriff auf eine bestimmte Menge magischer Energie, also Mana, ermöglicht, daß somit theoretisch zur Wirkung von Zaubern eingesetzt werden kann. Jedoch fehlt den meisten die Fähigkeit, dies aktiv zu bewirken, und so bleibt die Magie ihnen verschlossen.
Die Menge der Energie hängt primär von Studien, Training und Erfahrung ab und kann durch diese auch entscheidend beeinflußt werden.
Wenn ein Magier nun einen Zauber wirkt, wird sein geistiges Kraftpotential, durch die hierfür aufgewandte Konzentration, einige Zeit geschwächt, und somit sinkt auch die Kontrolle, über die Menge an magischen Energien, welche er anzuzapfen vermag, um ein gewisses Maß - seine Aura wird also zeitweilig geschwächt.
Wenn ein Magier beim Wirken eines Zaubers unterbrochen wird (z.B. durch einen Angriff oder eine andere Ablenkung), entsteht meist eine Art magischer Interferenz - die für den Zauber gesammelten Energien entgleiten somit der geistigen Kontrolle des Magiers und verpuffen unwiderruflich.
Die Stärke der Bindung, eines Magiebegabten zu den mystischen Energien unserer Welt, regeneriert sich nach und nach immer wieder. Durch Meditation kann dieser Prozeß natürlich beschleunigt werden, was jedoch voraussetzt, daß der Magieanwender einige Zeit zur störungslosen Konzentration findet. Viele Magieanwender greifen bei solchen Meditationen, gerne auf die leicht berauschenden (aber stark die Konzentration fördernden) Dämpfe der Alraune zurück.
Einige mächtige - aber in diesen Fällen auch stets verzweifelte - Magier, haben sogar schon die Energien ihres eigenen Körpers angezapft, wenn sie soweit geschwächt waren, daß eine kontrollierte Verbindung und Nutzung, der Energien des arkanen Gewebes, ihnen nicht mehr möglich war und so ihre Lebensenergie in magische Kraft umgewandelt, um sich in Notsituationen zu retten - dies birgt jedoch ein großes Risiko und erfordert absolute Kontrolle über den Körper, so wie jahrelanges geistiges Training. Die Folgen, eines solchen Handelns, resultieren meist in rapider Alterung und bei unbedachter Anwendung dem sofortigen Tot des Anwenders.
Ebenso ist es möglich, und dieses zudem einer recht großen Schar Magiekundiger, die Auren anderer Wesen, relativ einfach zur Rückgewinnung der eignen zu nutzen. Die Lebensenergien anderer kann auf diese Weise jedoch nicht(!) angezapft werden (dafür bedarf es eines weitaus größeren Aufwandes).
Nicht intelligente Lebewesen (z.B. Tiere) haben, auf Grund ihres jämmerlichen Verstandes, zudem nur sehr geringe Widerstandskräfte, gegen einen solchen Zugriffsversuch und können sehr viel leichter zur Stärkung der eigenen Aura genutzt werden, als Wesen, die eine höhere Kontrolle über ihren Geist besitzen. So läßt sich der Widerstand eines einfachen Bauern oder Kriegers, auch sehr viel leichter überwinden, als der eines magisch begabten Wesens. Es ist also auch hier ein Vorteil zu lernen seine "Ziele" einzuschätzen - und es bestätigt sich einmal wieder: Wissen ist Macht.

Widerstand gegen Magie

Normalerweise kann sich ein lebendiges, selbstbewußtes Ziel einem Zauber widersetzen. Zauber die das Ziel direkt angreifen (wie z.B. geistige Unterjochung, Gestaltenwandlung oder ähnliches), lassen meist den Versuch einer Auflehnung gegen die Kräfte des Magiers zu. Zauber, die das Ziel "indirekt" angreifen, wie z.B. Feuerbälle oder magische Pfeile, die also erst einen Umweg über die physische Ebene nehmen müssen um ihr Ziel zu erreichen, kann hingegen durch pure Geschicklichkeit - in Verbindung mit einer ordentliche Portion Glück und noch mehr Geschwindigkeit - ausgewichen werden. - Theoretisch.
Das Ziel eines direkten Zaubers, kann sich nun also der Magie widersetzen, indem es seinen Willen gegen den des Magiers stellt und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen hilfreichen oder um einen schädlichen Zauber handelt. In diesem Fall muß der Magier die Barriere brechen. Hierbei findet ein Duell zwischen dem Willen des Magiers und dem seines Opfers statt und bestimmt über Erfolg oder Versagen - dies alles geschieht natürlich in einer kaum wahrnehmbaren Zeitspanne und nur magiebegabte Wesen sind sich dieses Kampfes überhaupt bewußt.
Es ist daher natürlich auch viel schwerer Magiebegabte zu beeinflussen, als andere, "normalsterbliche" Wesen.
Je mehr Umgang und Erfahrung man mit den mystischen Energien dieser Welt hat, um so größer ist folglich auch die Chance, einen solchen Wettstreit für sich zu entscheiden - egal ob nun als Angreifer oder zur Verteidiger.

Kraft der Namen

Namen sind der Schlüssel zum Wesen eines Dings bzw. eines Lebewesens. Wenn der Magier den wahren Namen eines Dings kennt, so fällt es ihm leichter, dieses zu manipulieren.
Dabei hat nicht jedes Ding auf der Welt seinen eigenen Namen. Nicht-intelligente Dinge und Lebewesen besitzen einen Namen als Art, d.h. es gibt einen Namen für alle Kieselsteine, einen Namen für alle Würmer, einen für alle Tiger, aber auch einen für Talren den Schmied und einen für seine Frau, einen für seinen Sohn etc. - intelligente Wesen kennen dabei nicht unbedingt ihren wahren Namen, und wenn sie ihn kennen, werden sie ihn nur selten jemandem verraten, da dies ein extrem großer Vertrauensbeweis ist.
Nur wenige Wesen wissen jedoch wirklich selbst um ihren eigenen, wahren Namen und jene die es tun, sind zum Großteil dämonischer, teuflischer oder sonstiger extraplanerer Natur. Auch einige Magiewirker mögen ihren Namen kennen, doch kostest es einen enormen Aufwand, selbst den eigenen in Erfahrung zu bringen und so ist die Zahl solcher "Wissenden" wohl sehr gering - doch wer würde auch schon darüber in der Öffentlichkeit sprechen?

Spruchmagie

Seit Jahrhunderten beschäftigen sich mächtige Magier damit, komplexe magische Vorgänge in Schemata zu pressen, die dann einfacher zu vermitteln und einfacher anzuwenden, allerdings auch um einiges weniger flexibel sind. Diese Zaubersprüche - eigentlich eine Verbindung von Formeln und Gesten - sind oft das erste, was angehende Magier von ihren Meistern lernen und sind ebenfalls die verbreitetste Form der Magie. Ihr größter Vorteil ist der sehr geringe Zeitaufwand, der Preis hierfür ist jedoch ihre beschränkte Macht und die kurzweilige Lebensdauer durch sie geschaffener Objekte und Effekte.
Ihr uneingeschränkter Vorteil liegt jedoch in der Geschwindigkeit. Sie sind schnell und (relativ) einfach auszuführen und eignen sich sowohl zur Erledigung alltäglicher Dinge, als auch zum Schutz und Verteidigung - aber ebenso für den Angriff.
Die so genannten "Worte der Macht", welche offensichtlich die Grundlage dieser Art von Magie darstellen, sind jedoch nur auf den ersten Blick das, wofür sie vom Laien oft gehalten werden: Worte denen eigene magische Kraft und Macht innewohnt. Was diese Worte wirklich sind, ist nicht mehr als eine Ansammlung winziger Splitter - Fragmente von wirklichen Machtworten. Keines der "Worte", welche in der Spruchmagie der acht Zirkel Verwendung finden, besitzt jedoch wirkliche, eigenständige Macht. Einzig in ihren festen Strukturen sind sie in der Lage, magische Energie zu entfesseln und zu formen - sie sind somit nicht mehr als ein Schatten, ein leises Flüstern, ein Echo von wahrhaftig mächtiger Magie, dessen man sich auf solcher Weise bedient.

Beschwörung

Die Beschwörung von Wesen aus anderen Dimensionen, kann durchaus als lohnenswerteste, aber auch gefährlichste Magieform, bezeichnet werden. Dämonen, Astralwesen und Elementare können einem Beschwörer unglaubliche Dienste erweisen und ihm beeindruckende Fähigkeiten verleihen. Andererseits hat diese Macht auch ihren Preis! Viele beschworene Wesen fordern eine Bezahlung für ihre Dienste, und so kann es durchaus sein, daß einem aktiven Beschwörer diverse Körperteile fehlen, daß er all seine Reichtümer verliert oder er sich ständig um neue Opfer für seine Rituale bemühen muß. Über die Seele eines Beschwörers wollen wir hier gar nicht erst reden...
Schließlich muß sich der Beschwörer um diverse Schutzmaßnahmen kümmern. Besonders bei bösartigen Wesen, sollte der Beschwörer an Schutzkreisen und anderen Sicherheitsmaßnahmen nicht sparen. Während der Packt zwischen dem beschworenen Wesen und dem Magier ausgehandelt wird, schützen diese Maßnahmen den Beschwörer vor Angriffen seines "Opfers".
Wie der letztendliche Pakt zustande kommt, ist von dem Magier und dem Wesen abhängig, das er beschworen hat.
Einigen Wesen mag das Versprechen der Freiheit genügen, um sie zur Erledigung einer Aufgabe zu überreden, andere verlangen vielleicht Menschenopfer oder Reichtümer, wieder andere lassen sich vielleicht durch Gewaltandrohung einschüchtern, und andere haben vielleicht bizarre oder abstrakte Wünsche, denen der Beschwörer nur mit einigem Zeitaufwand nachkommen kann. Die Effekte des Paktes sind letztendlich völlig von dem Beschwörer und dem beschworenen Wesen abhängig. Ein solcher Packt ist für beide Seiten absolut bindend und kann nur in beiderseitigem Einverständnis verändert oder aufgehoben werden, unabhängig von der jeweiligen Macht der beiden Betroffenen - man sollte jedoch mehr als genau auf die Formulierungen eines solchen achten, ein mancher Beschwörer hat sich mit seinem eigenen Vertrag schon ins Fegefeuer geschachert, weil er zuviel Freiheiten für Interpretation gelassen hat, oder schlichtweg bei der Formulierung unaufmerksam war.

Ritualmagie

Rituale stellen eine Art universellen "Schlüssel" zu den Kräften der Magie dar. Es kann sowohl ein Einzelner ein Ritual ausführen, als auch eine Gruppe von Magiern, die hierbei ihre Macht zusammenschließen und so eine Einheit bilden - natürlich gilt hierbei, daß die Macht eines solchen "Magierblocks" je nach Anzahl, Erfahrung und der Macht des Einzelnen stark variieren kann und natürlich auch erst einmal einiges an Erfahrung von Nöten ist, um ein solches Ritual überhaupt auszuführen.
Rituale sind zwar zeitaufwendiger als die Zauber der Spruchmagie (der Zeitaufwand variiert hierbei mit der angestrebten Wirkung) und erfordern oft andere und teils recht exotische Komponenten (so etwas kann von Fußnägeln eines Balrons, über Spucke eines Lamas, bis hin zu der eingefangenen Essenz eines Nymphenkusses gehen - zugegeben solche "Besorgungslisten" rufen oftmals Kopfschütteln und Zweifel am Geisteszustand unserer Zunft hervor... aber was versteht dieses ignorante Kriegerpack schon davon??) aber dafür sind die Möglichkeiten dieser Form der Magie von unendlicher Vielseitigkeit geprägt.

Bekannteste magische Schulen

Die Magie der Vergessenen Welt ist ein mannigfaltiges Gebiet.
Die dabei am stärksten bisher vertretenen Hauptgruppen sind:

Nekromanten
Schwarzmagier
Lichtmagier
Arkanisten
Elementaristen
Naturmagier

Vorträge & Schriften zum Thema Magie

Ihr wollt euch in den Archiven der Magier umsehen? Dann folgt diesem Weg.

Artefaktkompendium

Ihr wollt mehr über die berühmtesten Artefakte wissen? Dann schlagt im Artefaktkompendium nach.