Mondelfen

Vorwort

Die Mondelfen (Ithil\'Quessir) zählen zu den ältesten Völkern dieser Welt. Manchmal werden sie auch Silberelfen (Celeb\'Quessir) genannt. Einst bevölkerten sie das gesamte Festland und die drei von ihnen erbauten Städte Ligothur (die Goldene, ehemals an dem Ort, der heute Vesper ist), Djaminth (im Trinsicdschungel gelegen) und Argolanth (einst im nördlichen Territorium gelegen) galten über Jahrtausende als die Krone der Kunstfertigkeit. In den heutigen Tagen ist Aiyeona ihre Wahlheimat und letzte Zuflucht. Dort leben sie in streng gegliederten Häusern beisammen, die Elfen aus allen Familien unter ihrem Dach vereinen. Doch streben sie stets danach in ihre alte Heimat zurück zu kehren und träumen von den großen Tagen ihres Volkes.

1. Aiyeona - Insel der Elfen

Aiyeona selbst ist eine magische Insel, ebenso wie die Mondelfen selbst magische Wesen sind. Es gilt als schwer Zugang zu ihrer Insel oder ihrem Volk zu finden. Findet man jedoch einen Weg zu ihnen fällt als erstes auf, dass sie auch heute noch in luftigen und elegant gestalteten Gebäuden wohnen, auch wenn sie nur ein schwacher Abglanz der einstmals so bewunderten Städte darstellen. Die Liebe für das Schöne und Reine ist in jedem Detail zu sehen. Auch in ihrer Kleidung, dem reich verzierten Schmuck und ihren mit Edelsteinen geschmückten Waffen lässt sich diese Liebe zum Detail wieder finden. Viele prächtige Stücke nennen sie ihr eigen, anders als die Zwerge, jedoch nicht aus reiner Habgier, sondern weil der Anblick sie in Entzückung versetzt und um Zeugnisse ihres Schaffens für kommende Generationen zu bewahren.

Einstmals eine sichere Zuflucht ist Aiyeona nun das bewachte Tor. Vor langer Zeit drangen die Erzfeinde, vor denen die Mondelfen einst in diese Welt flohen auch hier ein. Unerbittlich wurden sie verfolgt von ihnen, den Dämonen. Nun bietet die Insel einen teilweise schrecklichen Anblick, ist doch ihr Südwesten vollständig entartet. Ein starker Wall aus Holz und Magie trennt ihn vom Rest der Insel, der nicht gegenteiliger sein könnte, voller Harmonie und Schönheit. Nichts dort erinnert an den anderen Teil, außer einem verschlossenen Gebäude mit dem Tor in dieses Gebiet. Denn die Wächter müssen das Tor zur anderen Sphäre verteidigen und stärken, das dort durch seine Ausstrahlung das Land verdirbt.

2. Die Bedeutung des Mondes und der Magie

Ähnlich verhält es sich mit den Sternen und dem Mond, welcher ihnen ihren Namen gab. Manchmal kann man Elfen beobachten wie sie stundenlang die Sterne betrachten, wie in stillem Gebet vertieft. Und in der Tat zeigt sich hierbei ein gewisser Ahnenkult. Unter den Mondelfen heißt es, dass wenn ein alter Elf stirbt seine Hülle auf wundersame Weise verschwindet und ein neuer Stern am Himmel erstrahlt. Dies bedeutet für sie, dass er sein Lebensziel erreicht hat und nun freiwillig und voller Dankbarkeit zu seinen Vorfahren am Himmel hinauffährt. Was das Lebensziel eines Elfen ist, ist individuell sehr verschieden, doch lassen sich grobe Einteilungen schon daran vornehmen ob sie etwa dem Haus der Gelehrten, dem Haus der Krieger oder dem Haus der Künstler angehören. Da Mondelfen viele hundert Jahre alt werden verfolgen sie ihre Ziele allerdings nicht mit großer Eile. Trotz ihres Wissens darum nach einem unnatürlichen Tod in ihrer eigenen Familie wiedergeboren zu werden verleitet es sie nicht, wie man annehmen könnte zu einem leichtsinnigen Umgang mit ihrem Leben, oder dem der anderen, eher im Gegenteil, da ihre lebensbejahende Art sie ein solches Gebahren als Frevel an ihrer gesamten Existenz sehen ließe. Aus diesem Wissen heraus gibt es auch keinen Totenkult wie bei vielen anderen Völkern. Der Körper ist in ihren Augen nur ein Gefäß, das erst durch die Seele geformt wird.

3. Das Volk und die Häuser der Mondelfen

Unerbittlich verfolgen sie ihre Feinde, die ihnen einst alles nahmen. Ihre Heimat und ihre Verwandten, vieles haben sie verloren seit jener Feind auftauchte, der sie heute noch verfolgt. Immer wieder entspringen dem verfluchten Tor Dämonen. Nur der Schildwall aus Magie schützt ihre letzte Zuflucht vor denen, die sie zu vernichten suchen. So erfüllen sie auch Wächterfunktion für den Rest der Welt.

In erster Linie sehen die Mondelfen sich als ein stolzes und kriegerisches Volk. Das üben ihrer Waffenfertigkeiten ist ihnen sehr wichtig. Bevorzugt kämpfen sie dabei mit ihren Elfenschwertern oder Lanzen. Doch auch ihre Treffsicherheit mit dem Langbogen hat ihnen weltweiten Ruhm eingebracht. Die höchste Perfektionierung der Kampfkunst sehen die Elfen in ihren Elfenrittern. Jene werden meist durch schwere Panzerungen aus Adamin, dem erklärten Lieblingsmetall der Elfen, geschützt und tragen reich verzierte Helme und lange, mit Wimpeln verzierte Lanzen in die Schlacht. Nie würde ein Elfenritter einer Herausforderung ausweichen und er sieht es als oberste Pflicht sich für sein Volk einzusetzen oder zu opfern, wenn es erforderlich ist.
Aber nicht nur in der Kriegskunst haben die Mondelfen ihre Bestimmung gefunden, auch ihre Magier sind ebenso geheimnisvolle wie Ehrfurcht gebietende Gestalten. Sie widmen ihr ganzes Leben dem Sammeln von Wissen, alten Schriften und Geheimnissen der Welt und es heißt ihre Macht entspringt den Sternen selbst. Sie sehen sich sowohl als Bewahrer, als auch als Vermittler des Wissens. Werden ihrer Ansicht nach ihre Fähigkeiten gefordert, ziehen sie aus in die Welt und teilen ihr Wissen mit, auch wenn dies nicht immer gerne gesehen wird und den Elfen einen Ruf als unnahbare Besserwisser einbrachte.
Doch wäre das Volk der Elfen nichts ohne seine Künstler und Handwerker. Mit unglaublicher Hingabe fertigen diese sowohl Waffen und Rüstungen als auch wertvolle Gemmen und alles Andere was das Elfenherz höher schlagen lässt. Die am häufigsten verarbeiteten Materialien sind Adamin und Silber und bei jenen Schmieden, die einmal in den Genuss zwergischer Handwerkskunst gekommen sind, auch Mithril. Da ihnen wenig an Gold und Reichtümern liegt finden nur wenige von Elfenhand gefertigte Stücke ihren Weg in die Hände anderer Völker. Sie sehen ihre Werke nicht so sehr als Handelsware, denn als Audruck ihrer Seele. So ist es nicht verwunderlich, wenn Geschenke für einen Freund, dies ist einer der Ausnahmefälle, nur für diesen gefertigt werden.

Alle drei Häuser kommen zusammen wenn es heißt in den Krieg zu ziehen. Kein Mondelf lässt die Waffen ruhen wenn es gegen die Erzfeinde des Volkes; Orks, Drow, Untote oder Dämonen geht. In solchen Kämpfen zeigen sie ihre gnadenlose Seite, die es ihnen in früheren Tagen erlaubte über das gesamte Festland zu herrschen.
Den anderen Rassen der Welt stehen sie jedoch nicht feindlich gegenüber. Zwar streiten sie sich gerne mit Zwergen und beleidigen sie als kleinwüchsige Dreckwühler, aber letztendlich verbindet die beiden Völker sowohl ihr Alter als auch ihre Kunstfertigkeit. Von Menschen hingegen lassen sich Mondelfen nur wenig gefallen. Sie treten wohl auch diesem jungen Volk freundlich gegenüber doch versuchen jene einen Elf zu reizen ist dieser oft schnell mit dem Schwert bei der Hand. Dies bedeutet nicht, dass der Elf sich in einem für ihn unwürdigen Wutanfall ergießt. Vielmehr will er dem aufmüpfigen Menschen mit ein paar Schwerthieben zeigen wo er in der Rangordnung der Welt einzuordnen ist. Des Elfen Gelassenheit läßt ihn eher kühl reagieren.

4. Das Aussehen der Mondelfen

Elfen sind weit mehr als nur Menschen mit spitzen Ohren. Auch ihr Körperbau und sonstiges Erscheinungsbild unterscheidet sich grundlegend von dem der Menschen. So sind sie allesamt hoch gewachsen und von schmaler, fast zierlicher Statur. Ihre feinen Gesichtszüge strahlen eine ihnen angeborene Majestät aus die schon so Manchen in ihren Bann gezogen hat. Ihre schräg stehenden Augen schimmern in Farben aller Facetten. Von hellem Blau oder leuchtendem Grün bis hin zu mattem Bernstein oder sanftem Violett reicht hier die Farbenvielfalt. Die cremefarbene Haut wird durch langes silbernes bis hin zu rabenschwarzem Haar noch unterstrichen, meist wird es durch fast metallisch glänzende, farblich nuancierte Strähnen augehellt. Bei manchen dunkleren Elfentypen zeigen sich auch kastanienbraune bis feuerrote Haare. Außer auf ihrem Kopf haben Elfen allerdings kaum Haarwuchs. Nie steht auch nur ein einzelnes Haar in ihrem Gesicht, außer fein gezeichneten, schräg stehenden Augenbrauen, die ihren Gesichtern eine strengere Mimik geben, und auch Arme und Beine sind stets unbehaart. Diese Eigenschaften tragen nicht zuletzt zu ihrem ewig jugendlichen Erscheinungsbild bei.

5. Typische Schutzgötter

Kerissa
Garlen

6. Warum ist ein Elf ein Elf?

- Er liebt das Leben in seiner ganzen Vielfalt, schützt es.
- Er ist stolz auf sich, seine Familie und sein Volk
- Er ist gnadenlos in der Verfolgung seiner Ziele
- Er hält sich für die Krone der Schöpfung (andere Völker denken da anders)
- Er weiß alles besser und hält sich für klüger als er ist
- Er mischt sich mit Vorliebe dann ein wenn es die Überlegenheit der Elfen demonstriert
- Er liebt Schönheit in Aussehen, Geruch und Klang
- Er ist penibel sauber auch wenn es unmöglich scheint sauber zu bleiben
- Er liebt die Sterne und das Meer, beides kann ihn von seinen Tätigkeiten ablenken
- Er verträgt Unmengen an Wein (Ausnahme der Elbenwein) aber nach einem Zwergenbier ist er betrunken
- Er ist am liebsten mit anderen Elfen zusammen
- Er schlägt aber auch angenehme menschliche Begleitung nicht aus
- Er hasst Dämonen, Drow, Orks und Untote!
- Er hasst auch Langweile, Stumpfsinn und Lethargie
- Er fühlt sich in der Nähe von Eisen unwohl, die Berührung auf größeren Flächen verursacht ihm über längere Zeit Schmerzen.
- Er belehrt Menschen die ihn als Baumstreichler oder Blumenpflücker bezeichnen schnell eines besseren

7. Sprache

Die offizielle Sprache der VW-Elfen ist Sindarin. Bitte bedenkt, dass es auf VW so geregelt ist, dass nur die Elfen diese Sprache beherrschen, und jene, die von ihnen ig darin unterrichtet werden. Das heißt, auch wenn ihr Sindarin ooc beherrscht, und in der Charaktergeschichte eures Chars schreibt dieser hätte es durch XYZ erlernt, besitzt dies keine Gültigkeit.

Seht es positiv - diese Regelung bietet euch die Möglichkeit, dass euer Charakter ig mit den Elfen in Kontakt tritt, ggf. ihr Vertrauen und ihre Freundschaft gewinnt, und sich eventuell ein Elf bereit erklärt, eurem Charakter diese Sprache zu Lehren.

8. Die Elfen und der Nebel

Es war nicht der erste große Krieg, den die Elfen wider den Dämonen und anderen dunklen Mächten führten. Und dennoch war es anders. Der Nebel kam über sie, obwohl ihre Insel eigentlich durch Tolfaer geschützt war. Tapfer kämpften die Elfen, doch schon bald erkannten sie, dass es ein vergeblicher Kampf sein würde. Der Geist Aiyeonas wurde gefangen gehalten, so dass die Insel ihnen nicht mehr beistehen konnte, und mehr und mehr ihrer Brüder und Schwestern fielen im Kampfgetümmel.

Der Elfenrat tagte, wie er es immer in Notzeiten zu tun pflegte, doch wussten sie dass sie bereits zu wenige waren, um den Geist Aiyeonas zu befreien und den Schutz des Elfentempels, der das Abysstor davon abhielt unentwegt Dämonen auszuspeien, zu gewährleisten. Sie waren zu wenige. Ihre einzige Chance würde darin liegen, die Insel zu verlassen, sich neu zu sammeln und zu neuen Kräften zu kommen. Sicher würde es auch Kräfte auf dem Festland geben, die sich auflehnen würden, Überlebende, die ebenso bereit waren die Dämonen zurück zu schlagen. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie gemeinsame Sache mit den Gewöhnlichen treiben mussten, um dem Wohle der Welt und nicht zuletzt ihrer eigenen Rasse zu dienen. Es wurde darüber debattiert, ob man sich nach Outside Wind durchschlagen sollte - dem einzigen Ort auf dem Festland, an dem ihre Rasse in Form der blühenden Garlengemeinschaft echte Verbündete hatte, denen man halbwegs Trauen konnte. So sandten sie Späher aus, doch als diese zurückkamen berichteten sie, dass Outside Wind bereits gefallen war, und nicht klar, wo sich die Anhänger der Garlen verschanzt hatten - falls sie denn noch lebten.

So um ihre letzten Verbündeten gebracht, wussten die Elfen, dass sie wie so oft auf sich alleine gestellt waren. Lange hatten sie den Schutz Aiyeonas genossen, und noch länger alle Siedlungen auf dem Festland hinter sich gelassen. Ruinen waren das einzige, was von der einst blühenden Hochkultur der Mondelfen übrig geblieben war, und von ihren Brüdern - den Waldelfen - als einzige verbliebene Gruppierung auf dem Festland fehlte jede Spur.

In einem letzten Akt der Verzweiflung nahmen es die Ältesten und Weisesten der Elfen auf sich, ein Ritual auszuführen, während die Schlacht um sie tobte und sich die Elfenkrieger mit letzten Kräften den heranstürmenden Dämonen entgegen warfen. Sie hoben ein paar wenige der kleinen Inseln aus dem Meer. Jener, die ihnen als Außenposten gedient hatten vor der Zeit Aiyeonas, und die von ihnen versenkt wurden, um ihre Geheimnisse zu schützen, bevor sie nach Aiyeona aufbrachen.

Doch konnten sie nicht damit rechnen, dass mit dem Nebel auch etwas anderes nach Aiyeona kam. Der Geist der Insel wurde nicht nur gefangen, sondern verwandelt, in ein Instrument, dass nun gegen sie verwendet wurde. Als die Verteidigungsreihen der Elfen einbrachen, wussten sie nicht genau ob es gelungen war die Inselkette aus dem Meer zu heben, und viele schafften es nicht zu den bereitgestellten Booten. Jene, die es schafften und weder getötet noch von den Dämonen gefangen genommen wurden, waren nun versprengte Flüchtlinge, in einer Welt die sie eigentlich schon lange hinter sich gelassen hatten.

9. OoC-Info

- Ein jeder neue Elf muß einem der Häuser angehören.
- Da in den Kriegen mit den Dämonen und anderen Rassen schon viele Elfen gewaltsam fielen, gibt es massig freie Seelen zum Spielen, da Elfen sich nicht so schnell vermehren wie andere Rassen.

10. Anmeldung

- Die Anmeldung eines Elfen erfolgt beim zuständigen Rassenbetreuer.

- Was für die Anmeldung zu beachten und anzugeben ist:

A) Euer Accountname
B) Name des Charakters
C) Stärken des Charakters
D) Schwächen des Charakters
E) RP-Story über den Elf (z. B. seine Anreise) oder
F) Charakterbeschreibung des Elfen
G) Grund der Bewerbung als Elf / Warum wollt ihr einen Elf spielen?

Zusätzlich erfolgt ein Probespiel mit den Elfen.

11. Betreuung

Derzeit nicht besetzt, bei Fragen an Sir Caturix wenden.