Kossuth

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Titel:
Herr über Feuer und Flamme, Reinigender Blitzschlag, Der Impulsive

Andere Namen:
-

Symbol:
Ein Blitz, der in ein stark loderndes Feuer einschlägt.

Portfolio:
Feuer, Reinigung, Buße, Gewitter, Naturgewalten

Philosophie / Motivation:
Die Welt ist voll von Boshaftigkeit, Verrat, Ungehorsam, Verderbnis und Abnormität. Um jedoch das Gute und Tugendhafte wieder aufleben zu lassen, hat Kossuth es sich zur Aufgabe gemacht, all das Böse, Verräterische, Ungehorsame, Verderbte und Abnormale zu verfolgen und durch Läuterung wieder auf den reinen Pfad der Tugendhaftigkeit zurückzuführen. In dieser Mission scheint er recht kompromisslos und beäugt die Sterblichen in ihrem Treiben kritisch. Wenn irgendwo ein Unwetter losgebrochen ist und Verwüstung angerichtet hat, vermuten die Betroffenen, dass Kossuth sie damit für eine begangene Sünde gestraft hat.
Wer sich einer Sünde schuldig gemacht hat, sollte Buße tun, um sich von der Last der Sünde und damit auch des Bösen und des Verderbten zu reinigen. Wer nicht freiwillig Buße tun will oder gar böswillig Schlechtes tat wird zwangsgeläutert.

Aufgabe der Anhänger:
Anhänger Kossuths dienen ihm, indem sie das Böse in den Menschen entdecken und verfolgen, auf das die Menschen ihre Sünden erkennen und Buße tun.
Da die meisten Menschen nicht von alleine erkennen, dass sie Buße ablegen müssen oder wie sie dies zu erledigen haben, ist es Aufgabe der Dienerschaft die Menschen aufzufordern und Möglichkeiten der Buße aufzuzeigen. Selbstverständlich gibt es selbst dann noch Menschen, welche nicht einsehen, dass sie Buße abzulegen haben, daher müssen einige von ihnen zwangsgeläutert werden. Bei einem wirklich schwerwiegenden Sündenbestand sind die Verderbten und Befleckten direkt Kossuth über die heiligen Flammen übergeben werden.
Das durch Buße Geläuterte muss geschützt werden und darf nicht erneut dem Bösen anheimfallen. Die Dienerschaft Kossuths ist ebenfalls angehalten, die von der Verderbtheit Gereinigten auf den Pfad der Tugendhaftigkeit zu halten und ihren Weg zu begleiten, bis ihr sündenfreies Dasein gefestigt ist.
Ebenfalls ist es die Aufgabe der Anhänger, Kossuths Lehren zu verbreiten und den Bewohnern der Vergessenen Welt nahe zu bringen. Neuer Anhänger sollen hinzu gewonnen werden, auf dass das Reine im Inneren gesät und wachsen wird.

Aus alten Büchern, welche den Dienern nach ihrer Weihe auf den Weg gegeben wurden, ist folgendes überliefert:
Der unsterbliche Kossuth sendet uns seine Flamme, um uns alle zu reinigen und unsere Wesen durch dieses Licht zu einem höheren Status des Seins, durch die Segnung der Lande mit dem heiligen Feuer, zu verhelfen.
Erwartet große Herausforderungen und stellt Euch Ihnen ohne zu zögern. Sehet zu denen auf, die diesen Weg schon gegangen sind, denn sie haben sich als würdig erwiesen, das Feuer in die Herzen zu bringen. Sei es, um sie zu vernichten oder um sie zu erleuchten.
Folget Ihr diesem Weg, so steht der neuen Harmonie und der Ordnung des Feuers sowie seiner reinigenden Kraft nichts mehr im Wege.

Worte zu der heiligen Priesterschaft des Kossuths:
Die Priesterschaft des Kossuth ist eine Gemeinschaft die für ihre Werte mit aller Härte, Strenge und Konsequenz vorgeht. Sie richten sich nicht nur gegen das Übel, Häresie, Schismatiker, Ketzer, Frevler, Sündige, Kreaturen und alles was die Welt verdirbt sondern auch gegen die inneren Feinde. Es ist eine Glaubensausrichtung die sich durch ihren harten Kampf in allen Bereichen geformt hat und für erbarmungslose Konsequenz steht.

Aufgaben der Priesterschaft:
Es ist das heilige Privileg und die Pflicht eines Priesters des Kossuth sein Wort in die Welt hinauszutragen. Es zu verbreiten und zu würdigen, dabei den unwissenden die Augen zu öffnen, für den Kampf. Ein Kampf nicht nur gegen den großen Feind. Sondern einen Kampf gegen die eigenen Fehler und Frevel. Zwecks dieser Aufgabe sind die Priester des Kossuth mehr in den Städten zu finden. Dort sind sie dem Volk am nächsten, vermitteln Werte des Glaubens und der Tugend, strafen Sünder, spenden Mut, kritisieren Missstände und wachen mit Argusaugen über das Treiben der Lebenden. Diese Art der Beobachtung dient vor allem dem Auffinden negativer Subjekte, welche aus der Gesellschaft mit aller Macht ausgegliedert werden müssen. Zu solchen zählen zum Beispiel die Gläubigen des Zehnten welche, sobald bekannt, mit aller Erbarmungslosigkeit verfolgt werden. Diese Abneigung lassen sie jedoch mit aller Inbrunst jeglichen Dienern der dunklen Götter zu Teil werden. Die Handlungsweise der Priester leitet sich aus der Tugendlehre ab. Diese ist das elementare Fundament auf dem sich die Glaubensauslegung aufbaut. Dabei unterscheidet sich diese Deutung der Tugenden zuweilen drastisch von dem der andern Glaubensrichtungen.
Eine weitere Aufgabe ist die Pflege der Tempel, Ritualstätten und Heiligtümer.

Der Weg zur Priesterschaft:
Was sie nicht umbringt macht sie härter! Dies ist die oberste Doktrin bei der Novizenausbildung. Dem entsprechend hoch sind die Ausfallquoten durch Todesfälle welche einzig und allein noch durch die Sterblichkeitsrate der Paladinschüler übertroffen wird. Nicht zuletzt ist an diesem Umstand die Tatsache schuld das man den nachwachsenden eine sehr hohe Selbstständigkeit und Eigenverantwortung in ihrem Tun abverlangt. Sie werden einem Priester zur Seite gestellt der ihre Ausbildung überwacht und sie leitet. Hierbei fungieren sie dem Priester als Hilfe in all seinem Tun. Somit ist der Priesternovize in die praktischen Tätigkeiten eingebunden, erlebt und erleidet den Priesteralltag und ist auch den allgemeinen Gefahren ausgesetzt. Vor allem in der frühen Ausbildungsphase, in welcher die Novizen noch unerfahren und wehrlos sind kommt es häufig zu inflationär hohen Ausfällen.

Kernthemen der Ausbildung sind, neben der Lehre des Kossuth: Tugendlehre, adäquater Umgang mit Ketzern, was tun wenn das Wort versagt, Polemik, die Unendliche Milde Kossuth in der Praxis, Selbstverteidigung, Anklagende Rede und gängige Praxis zur Erlangung von umfassenden Geständnissen

Glaubensgrundlage:
Jene, die Kossuth heiligen, unerschütterlichen und zielstrebigen Willen hinaus in die Welt tragen sind dabei nie allein. Ihnen steht ein reichhaltiger Fundus an Texten, Werken, Erklärungen, Läuterungspraktiken und Heilsversprechen zur Seite. So berufen sich die Kossuthgläubigen auf die Tugenden, die 72 Lehren des Kossuth und das Werk des Propheten, die Offenbarung. Die Offenbarung ist das heilige Buch der Kossuthanhänger, nur die Obersten der zwei Orden haben das Privileg in jener Einsicht zu erhalten.
Jedoch gibt es starke Abweichungen was die Auslegung der vorhandenen Werke angeht. So sind die Priester wesentlich gemäßigter, während der Lichtritterorden dafür bekannt mehr in allem das Extrem zu finden.

Loyalität:
Einzig und allein die Kossuthgläubigen können das Anrecht darauf erheben rein zu sein. Befreit von allem bösen und geschützt durch ihren Glauben sind sie sich einzig untereinander Sicher einen Menschen vor sich zu haben der vor dem Übel gefeit ist. Allen anderen bringen sie immer und stets ein Mindestmaß an Misstrauen entgegen, fürchten immer, dass sie dem Übel verfallen könnten und wachen über ihren Werdegang.

Beziehungen zu anderen Göttern:
Kossuth sieht Kerissa als eine Mitstreiterin, da sie sich dieselben Feinde teilen. Kossuth ist aber sehr wohl bewusst, dass dennoch ein schwarzes Schaf unter Kerissas Anhängern sein kann, weshalb diese nicht vor einer Reinigung geschützt sind.
Dies gilt eigentlich für sämtliche Anhängerschaften, überall gibt es Menschen die Buße ablegen müssen, daher schützt kein Glaube vor Kossuths Blick.
Lavain, dem Gott des Schabernacks, beobachtet Kossuth stets mit Argwohn, da er die Sterblichen durchaus zu schlechten Taten antreiben kann, wie Betrügerei oder bösartige Scherze. Ebenso ist Muriel unter Kossuths strengem Blick, Händler sind doch immer nur vom Gold getrieben und neigen zu schlechten Taten aus reiner Goldgier!
Zorn und Enttäuschung erfüllen Kossuth bei dem Gedanken an Kelemvor, welcher gerecht ist und Kossuth durchaus bei seinem Werk unterstützen könnte, doch tatenlos auf die Toten wartet, anstelle zu handeln!
Kossuth sieht sich selbst als den guten Pol im Pantheon, somit ist er selbsterklärter Feind von Gargauth, Fenrie und dem Meister.

Kossuths Temperament und impulsives Verhalten ist überall bekannt. Er handelt, bevor er denkt und ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, jemanden zu bestrafen. Leicht reizbar und sich seiner Macht durchaus bewusst, nutzt er seine Fähigkeiten ohne zu zögern, um seine eigene Sache zu vertreten. Manchmal, sollte Kossuths Hitzkopf mal wieder vor Zorn brodeln, schreitet ein anderer Gott ein, um Kossuth zu beruhigen. Natürlich passiert dies nicht ohne Eigennutz, sondern eher aus Angst um das eigene Werk. Kossuths Flammen können fast alles in Asche verwandeln.

Bekannte Tempel, Stätten, Avatare:
Kossuth Avatar ist ein gigantisches weiß leuchtendes Feuerelementar mit ungeheurer Kraft und einer enormen Hitzeabstrahlung. Menschen, welche diesem Avatar zu nahe treten, gehen meist mit einem qualvollen Schrei in einer Feuersäule auf. Häuser färben sich schwarz und ganze Wälder beginnen durch die bloße Anwesenheit des Avatars zu brennen. Es vollstreckt Kossuths Willen auf Erden, da Kossuth selbst eine noch größere Bedrohung als sein Avatar für Städte, Dörfer, Wälder und Menschen darstellt. Sollte Kossuth es für nötig befinden, zu den Sterblichen zu sprechen, so tut er dies durch Feuer und Flamme.
Die bekannteste Stätte Kossuths ist die Feste der Lichtritter. Die Lichtritter sind die größte Gruppierung seiner Anhängerschaft. Diese strahlende Feste ist im nördlichen Territorium zu finden, von Schattenwinkel aus zum Schrein der Gerechtigkeit (Shrine of Justice) und von dort aus muss man sich einfach nordöstlich halten.

Geschichte / Hintergrund:
Kossuth sah es schon immer als seine Aufgabe an, das Gute zu vertreten, die Menschen zu reinigen und zur Buße zu bringen, auf dass sie ein besseres Leben führen können. Von diesem Ideal bewegt, gründete sich die Ritterschaft des Lichts, die auch Lichtritter genannt werden. Diese Anhängerschaft Kossuths war, so wie Kossuth selbst, eine impulsive und eher handelnde als denkende Gemeinschaft. Oft genug geschah es, dass Leute gefoltert oder gar verbrannt wurden, nur weil sie keine Buße tun wollten. Dies ist wohl der Grund dafür, dass die Lichtritter und Kossuth als radikal angesehen werden und so mancher rennt, sobald er nur ihre Forderung nach Reinigung und Buße vernimmt.
Obwohl Kossuth schon immer die Flamme bevorzugte um sein Werk zu vollführen, nutzt er neuerdings auch die überzeugende Kraft eines Gewitters und die der Naturgewalten. Wer betet nicht zu seinem Gott und bittet um Vergebung, wenn neben ihm ein Blitz einschlägt?

Neben den radikalen Lichtrittern ist eine Priesterschaft des Kossuths im Entstehen, die auf weniger aggressive Weise versucht, Kossuths Ideale zu verwirklichen und Leute zu bekehren.

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