Kobolde

Kobolde - die kleinen Schelme

[oder warum man ab und an nach unten sehen sollte]

1. Charakteristika der Kobolde

- "Was'n das für ein Wicht?

Körperlich wenig eindrucksvoll sind die kaum einen halben Meter großen, im Bau Kindern ähnelnden Wesen, umso einprägsamer wenn man sich je ihren Unmut zuzog. Auf ihren schmalen Schultern sitzt ein viel zu breiter Kopf mit spitzen, abstehenden Ohren und runzeligem Äußerem. Sie können ein Alter von über 100 Jahren erreichen, obwohl viele schon in jüngeren Tagen ein meist gewaltsames Ende ereilt, wenn sie sich mit den Falschen anlegten. Die ledrige Haut, die meist runzelig-grün oder auch rot-braun sein kann, bietet ihnen sowohl im Waldterrain als auch in Höhlen eine gute Tarnung. Kleidung kennen sie kaum; die "reicheren" unter ihnen tragen meist nach persönlicher Ästhetik zusammengestellte Kleidungsstücke, die ihren Stand repräsentieren, dabei gilt: Je glitzernder oder greller desto besser. Trotzdem kommt diese Ausstattung kaum über das Aussehen eines zerlumpten Bündels raus. Schuhe mögen sie allerdings nicht, da die dicke Hornhaut der Füße bereits Sohle genug ist. Die Finger der Kobolde sind ebenso charakteristisch; lang und dürr sind sie vortrefflich zum Würgen geeignet.

2. Gesinnung der Kobolde

- "Warum schaut der so komisch?"

Der Kobold ist von der Gesinnung her als hinterlistig und am ehesten als chaotisch-neutral bis zu einzelnen chaotisch-bösen Exemplaren einzustufen; ihm steht sein eigener Vorteil am Nächsten. Man kann allerdings auch mit den kleinen Schelmen handeln, doch sollte man sich darauf gefasst machen, dass jede Notlage ausgenutzt wird und der Preis unverschämt hoch ist. Neben der Habgier, die sich auch darin äußert dass die meisten Kobolde schlicht und einfach alles was ihnen besonders gut gefällt als ihres deklarieren, zeichnet sie aber noch ein gewisser Chaotismus aus, der sich durch alle Lebenslagen zieht.

3. Das Leben der Kobolde

- "Davon gibt's mehr?"

Ein einzelner Kobold ist aufgrund seiner unterlegenen Körperstatur meist nicht wirklich gut dran, daher haben sich im Laufe der Zeit Stämme herausgebildet; nur wenige leben als Einsiedler fernab von Koboldgebieten. Allerdings wird eine Behausung (meist eine Höhle, ob im Baum oder im Berg entscheidet sich nach der Anzahl) nicht von mehr als 20 der Kerlchen bewohnt. Dabei gibt es nur wenige, die sich an die Oberfläche wagen; der Großteil der Kobolde bleibt in den sicheren Höhlen und hortet und schützt die bestehenden Schätze. All jene, die zu den Außentrupps gehören, haben sich diese Auszeichnung meist aufgrund herausragender Eigenschaften errungen: Schläue, Geschicklichkeit, "Stärke" (in Koboldverhältnissen), ein paar besonders böse Einfälle. Geführt werden alle Kobolde jedoch von einem "Oberkobold", dem so genannten Gaarrr, der sich durch besondere Heimtücke, aber auch einer Art Weissicht auszeichnet, da er wohl einer der wenigen Kobolde ist, der wirklich wissen muss, wann ein Kampf aussichtslos ist.

Kobolde kennen keine Demokratie - derjenige, der alle anderen ausbootet, ist letztlich derjenige, der auch alles an sich reißt.

- "Ein anständiger Kobold hält keine Ordnung!"

..weil er nicht einmal daran denkt, dass er ja aufräumen könnte. Was die Geschöpfe mit in die Höhle schleppen wird im Normalfall in irgendeinem Eck fallen gelassen; dabei hat jeder sowohl seine eigene Ecke, als es auch eine Gemeinschaftsecke (also den Rest der Höhle ;) gibt, wobei zu sagen ist, dass der Kobold die ihm liebsten Stücke aus Angst vor Diebstahl meist außerhalb der Höhle vergräbt oder versteckt. Oftmals vergessen sie jedoch bei ihrem Umzug (der je nach Größe des Stammes/der Behausung alle paar Jahre bis Jahrzehnte nötig sein kann) diese Verstecke, was die Koboldhöhlen auch zu einem lukrativen Ausflugsort für Abenteurer macht. (Natürlich nur für den Fall, dass sie nicht auf die fiesen Kerlchen treffen!)

4. Das Verhalten der Kobolde gegenüber anderen

- "Der kann doch kein Schwert halten!"

Dem Kobold ist nicht an offenen Differenzen gelegen - ihm gehört das Spiel. Zu seinem eigenen Amüsement (und natürlich auch dem anderer Begleitkobolde) zählt es eher unbedarfte und vor allen Dingen ungefährlichere Reisende aufzuhalten und diese durch ihren Schabernack zu schädigen. Dabei bedient er sich Lügen ebenso wie einiger Tricks, die man so im Laufe seines Lebens von einem Koboldlehrer lernt. Besonders beliebte Opfer sind im Übrigen Handwerker, da ihre Wehrhaftigkeit sowie Intellekt meist gut auszutaxieren oder gar zu überflügeln ist.

Ihre langen Finger eignen sich ohnehin nicht für die Führung filigraner Waffen - daher nimmt ein Kobold für gewöhnlich alles was in seiner Umgebung zu finden ist für einen Rückschlag, doch bevorzugt er eher die Flucht. Allerdings haben einige von ihnen auch besondere Schleudern, die gerade durch die langen Finger wuchtigen Schaden anrichten können.

- "Oh... da ist ein Kobold!"

Generell sollte sich derjenige, der auf einen Kobold trifft, immer folgendes überlegen:

a) Wie komme ich hier weg?

b) Kann der etwas von meinen Habseligkeiten sehen?

c) Hatte ich meine Uhr nicht vorhin noch in der Tasche...?

Man kann aber keine genauen Verhaltensregeln aufstellen, da jeder Kobold unterschiedliche Vorlieben und auch ein differenziertes Temperament hat. Auch sollte man bedenken, dass manche Kobolde ziemlich anhänglich werden können und urplötzlich zu ungewollten Gefährten die man gar nicht so leicht wieder loswird.

5. Die Magie der Kobolde

- "Warum fuchtelt der Kleine da so mit den Fingern?"

"Koboldszauber" sind meist Schabernackszauber, die der Unterhaltung dienen, doch gibt es hier von Kobold zu Kobold unterschiedliche Begabungen.

Ob hier ein kleiner Fluch ("Tolpatschigkeit") oder da eine hübsche Verzauberung ("Stummheit") - alles in allem dient ihre Zauberkunst der Beeinflussung ihres Gegenübers und sorgt zwar beim Opfer für so manchen kummervollen Blick aber seltener (beabsichtigt) zu tödlichen Verletzungen. Wird ein Kobold jedoch wirklich gereizt, kann er sich auch mit ein paar schwereren Kalibern zur Wehr setzen. Welche, bzw. in welchem Umfang er sie einsetzen kann, hängt allerdings von der Begabung sowie Übung ab - vom einfachem Zauber "Stolpern" zur Ablenkung des Gegenübers bis zu Erschaffungs- und Beeinflussungszaubern.

6. Weitere "wichtige" Fragen

- "Frisst der mich?"

Nein, Kobolde fressen gewöhnlich keine Menschen, auch wenn sie es manchmal herum posaunen. Sie neigen eher zum Allesfressertum und haben daher eine abwechslungsreiche Kost aus Nüssen, Beeren, Früchten und auch Fleisch, dass sie meist von Tieren, die sie Jägern aus ihren Fallen klauen, bekommen. Meist verspeisen sie das Fleisch roh da ihnen gekochte Speisen - bis auf ein paar spezielle Koboldsgerichte - allgemein zuwider sind.

- "Kann ein Kobold schwimmen?"

Ja, Kobolde können schwimmen, auch wenn sie dies meist nur in Abwesenheit anderer und kurz tun. Tauchen können sie überhaupt nicht leiden.

- "Kann ein Kobold singen?"

Oh, sie singen wirklich schauderhaft schön, zumindest in ihren Ohren, vielleicht hätten auch noch die Kartanen ihren Spaß daran.

Doch Vorsicht! Zu lange sollte man den seltsamen Lauten nicht lauschen, man könnte schrecklich schnell müde werden...

- "Was passiert wenn ich einen Kobold anzünde?"

Er wird brennen.

- "Wie vermehren sich Kobolde?"

Wenn ein Koboldmann eine Kobolddame bei Vollmond küsst so kommen genau 33 Tage später vier bis acht kleine Koboldchen zur Welt. Allerdings ist es für die Welt von Vorteil, dass sich Männchen und Weibchen nicht wirklich gut leiden können und dann oft voneinander abgeschottet oder gar in verschiedenen Höhlen wohnen. Dies ist auch wiederrum zum Vorteil der Männchen gegeben, da die Weibchen etwas wuchtiger und körperlich stärker sind, was die Männchen allerdings durch Flinkheit wett machen. Meist schließt sich der Nachwuchs von zwei Koboldfamilien zusammen und bildet so einen neuen Stamm.

- "Warum sind bei den Außentrupps Männchen und Weibchen zusammen?"

Weil sich eine Kobolddame, die es einmal geschafft hat sich das Recht auf Ausflüge anzueignen, sich bestimmt nicht von ein paar Männlein in der Höhle einsperren lässt. Der Gnaarr achtet zwar für gewöhnlich darauf dass nicht mehr als ein bis zwei Weibchen die Außenwelt entdecken dürfen doch mit diesen Furien legt auch er sich nicht gerne an. (Kobolddamen haben spitze Fingernägel)

7. Typische Schutzgottheiten

Kobolde haben in dem Sinne keinen Glauben, aber einen Schutzherren: Lavain
Auch Garlen ist ihnen gewogen.

8. Die Kobolde und der Nebel

Über die Welt verstreut, und doch durch ihr Höhlensystem verbunden waren die Kobolde gänzlich unvorbereitet auf den Nebel und die Dämonen, welche die Kobolde, als Kinder Lavains mit Vorliebe jagten, nicht unähnlich einer Katze, die mit einer Maus spielt um ihr dann irgendwann den Garaus zu machen. Viele Kobolde kamen hierbei ums Leben. Einige wenige schafften es, sich durch das Tunnelsystem nach Minoc zu retten, kurz bevor die Welt durch eine Serie von Erdbeben erschüttert wurde, welche die Tunnel einstürzen liesen. Viele sind nun überschwemmt und noch mehr verschüttet, so dass die Kobolde keine Chance mehr haben sie weiterhin zu nutzen. Sie hätten sie wohl, würden sie sich an die Arbeit machen, und sie zu erneuern, doch kein Kobold hat je den Sinn hinter diesem Wort verstanden. Doch gejagt und auf der Flucht war ihnen Lavain gewogen, und sie fanden wieder den Weg zu ihrer Höhle, welcher ihnen jahrelang verloren schien.

9. Anmeldung

Ja, ich will so einen spielen. Und nun?

Generell sei gesagt, dass das eher etwas für erfahrene Rollenspieler ist, da es viel Fingerspitzengefühl erfordert. Auch sollen Kobolde etwas Besonderes auf dieser Welt bleiben, daher sollten sie keine Erstchars sein. Die Rasse der Kobolde wird auf 8 Spieler begrenzt.

Hat euch dies nicht abgeschreckt, schickt eine Bewerbungsmail an die Rassenbetreuung - Inara(at)vergessene-welt.de.

Diese sollte euren Accountnamen enthalten und die Frage beantworten, warum ihr euch für fähig haltet, einen Kobold zu spielen. Außerdem sollte ein Charakterkonzept für euren Wunschkobold enthalten sein (z.b. in Form einer Charstory).

Erfüllt ihr diese Dinge nicht, wird eure Anmeldung nicht berücksichtigt
Ihr bekommt eine Bestätigungsmail und innerhalb einer möglichst knappen Zeit eine Zu- oder Absage.

10. Betreuung

Derzeit nicht besetzt, bei Fragen an Sir Caturix wenden.