Garlen

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Titel:
Die große Mutter

Andere Namen:
Belotra, elfische Auslegung der Schöpfungsgöttin
Titel: die Elfe, Herrin des grünen Reiches

Portfolio:
Wachstum, Fruchtbarkeit, Erneuerung, Regeneration, natürlicher Kreislauf des Lebens, Leben, Liebe, Erde, Heim und Herd

Philosophie / Motivation:
Garlen ist die Schöpfungsgöttin schlechthin, so ist ihr Hauptaspekt der ewige Kreislauf der Natur: Geburt und Wachstum gehören ebenso zum Leben wie Verfall und Tod. Denn aus dem Vergangenen erwächst neues Leben. Die Vergänglichkeit ist nur scheinbar und gehört zum großen Kreislauf der Natur aus Wachstum und Erneuerung. Daher werden auch die Jahreszeiten der Göttin der Schöpfung zugeschrieben und mit Festen von den Anhängern verehrt. So steht das Jahr mit seinen Jahreszeiten für die verschiedenen Stadien des Lebens und stellen ebenso den ewigen Kreislauf der Natur dar.
Der natürliche Kreislauf des Lebens kann nicht durchbrochen werden, denn die Schöpfung findet ihren Weg, passt sich den Bedingungen an und beginnt von neuem unaufhaltsam zu wachsen. Auch mutwillige die Zerstörungsgewalt äußerer Einflüsse kann die Natur und ihre Kraft auf Dauer nicht aufhalten.
Garlen steht für somit für Wachstum, Fruchtbarkeit und Leben. Wachend hält sie die Hand über alle Wesen und sieht auch die räuberischen und aggressiven Wesen als Teil der Natur an. Diese stellen den Ausgleich und die Regulierung dar. Alles steht in einer Beziehung zueinander und als große Mutter wacht sie über die Balance.
Ebenso wie die Natur handelt Garlen reaktiv. Sie greift dann ein, wenn Schäden angerichtet wurden, um ihre Auswirkungen einzudämmen. Solange keine Gefahren für den natürlichen Kreislauf bestehen, hält sie sich zurück und erfreut sich an dem Leben um sie herum. Einem Jeden, der sie um Schutz oder Hilfe bittet, gewährt sie ihren Segen. Keinen weist sie zurück, da Alle Teil des großen Ganzen sind.

Aufgaben der Anhänger und Priesterschaft:
Der Glaube an Garlen ist weit verbreitet und die große Mutter wird von ganz unterschiedlichen Wesen angebetet. Folglich ist ihre Anhängerschaft vielfältig und in ganz verschiedenen Ausprägungen vertreten.

Bei den Elfen wird sie unter dem Namen Belotra verehrt. Viele Angehörige des edlen Volkes beten zu ihr und leben nach ihren Lehren. Im Bewusstsein des Zusammenhangs von Leben und Tod, des Vergehens und der daraus entstehenden Erneuerung sehen sie das Wirken der Göttin in seiner Gesamtheit. Durch sie wird der ewige Kreislauf der Natur gewahrt und der Geist der Natur in ihrer Göttlichkeit wieder gefunden. In der Geschichte des edlen Volkes sind viele Riten im Wissen um den ewigen Kreislauf und der Einheit der Schöpfung als ein großes Ganzes entstanden. So wird auch die durch ein elfisches Ritual gefundene seelische Einheit mit anderen Wesen auf diese Schöpfungssicht zurückgeführt. Die bekanntesten Rituale sind wohl das elfische Band und die Findung des individuellen Seelentiers sowie die Schaffung der Verbindung mit diesem. Auch beim Volk der Elfen behütet Belotra die Bindungen untereinander und verkörpert den Schutz der Häuser als elfische Clanstrukturen.

Bei den Menschenvölkern wird sie beim einfachen Volk insbesondere als Göttin der Fruchtbarkeit, der Erde und des Wachstums verehrt. So wird ihr für das Aufkeimen der Saat und eine gute Ernte gedankt. Junge Familien erbitten im Gebet um Fruchtbarkeit und die Geburt gesunder, starker Nachkommen. Die Aspekte Heim und Herd finden auch gerade bei der einfachen Landbevölkerung ihre Beachtung. Während die Elfen sich eher spirituell mit dem Kreislauf des Lebens auseinander setzen, werden bei den Menschen dessen positive Aspekte in vereinfachter, leicht fassbarer Form der Jahreszeiten gefeiert. Am bekanntesten dürfte hierbei das Ernte-Dank-Fest, Mittsommer und Beltane, das Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens sein. Beim Beltanefest gibt es viele Riten, welche die Fruchtbarkeit ehren und erbitten sollen. Felder werden in Prozessionen abgeschritten und das neue Aufkeimen begrüßt. Paare springen durch das Feuer und erhoffen sich Garlens Segen. Die Jünglinge und die jungen Maiden sind herangewachsen, um Neues zu schaffen. Die Natur bricht auf und die Sonne nährt und stärkt. Leichtigkeit greift um sich und es muss nicht mehr auf das Eingemachte zurückgegriffen werden. Kinder, die in diesen Nächten entstehen, gelten als unter dem besonderen Segen der Göttin stehend.
Aber auch viele Druiden sind Anhänger der großen Mutter, da sie für das große Ganze steht und das Gleichgewicht der Natur durch den Kreislauf des Lebens in sich vereint. Oft begleiten Druiden die Feste und Riten des Volkes und leiten diese an, um ihrer Göttin und der Natur zu huldigen.
Ebenso beten viele Heilkundige zu Garlen, um die Heilung von Verletzungen zu erbitten, da sie für die Erneuerung nach Zerstörung steht.

Die Priesterschaft Garlens besteht zumeist aus Druiden. Kleriker, welche keinem Druidenzirkel angehören sind eher selten. Von ihren tiefgläubigen Anhängern und Priester erwartet sie, dass sie den natürlichen Lauf der Dinge respektieren und den Tod als Teil des Lebens verstehen. Wachstum und Leben sollen jedoch geschätzt und erhalten werden. Ist das Welken Folge des vorherigen Wachstums, ist die Beute als Opfer Ergebnis der Jagd zur Nahrungsbeschaffung, so werden unnatürliche Tode und Eingriffe als wider des großen Plans abgelehnt. Das Unterstützen des Lebens und die Ablehnung widernatürlicher Eingriffe führt dazu, dass sich die meisten tiefgläubigen Anhänger außerhalb der einfachen Landbevölkerung und so gut wie alle Priester mit Heilkunde beschäftigen und sich darauf verstehen, um den Kreislauf der Natur wieder ins recht Lot zu bringen und das Leben zu unterstützen.
Ein jeder Priester sollte sich über den Kreislauf der Natur bewusst sein. Nur dann wird er Garlens Kraft erkennen und sie nutzen können. So sind göttliche Wunder schon in einem einfachen Blatt zu finden, welche Heilwirkung entfalten und so zum Erhalt des Lebens beitragen kann.
Die Glaubenskrieger der großen Mutter werden Raben genannt, es gibt nur wenige, die den Weg erfolgreich beschreiten und den Segen der Göttin erhalten.

Beziehung zu anderen Göttern:
Garlen sondert sich stark von den meisten, anderen Göttern ab, da sie sich lieber am Leben um sie herum ergötzt, als bei Intrigenspielchen der anderen Unsterblichen mitzuwirken. Solange keine Bedrohung für den natürlichen
Kreislauf besteht, hält sie sich aus allem heraus.
Da sich ihre Philosophie teilweise mit der von Kerissa, der Jägerin überschneidet, kommt es durchaus vor, dass beide gemeinsam gegen große Störungen des Gleichgewichts vorgehen.
Garlen selbst steht im Lager der Schöpfungsgötter und reagiert auf die Schöpfungsfeinde, welche meist dämonischer Natur sind. So sind Fenrie und insbesondere der Meister ihre Feinde, während Shaundakul als Schutzgott der Wälder und der Tiere ihr besonders nahe steht.
Die meisten Götterintrigen sieht sie mit Nachsicht und wirkt eher distanziert amüsiert, doch könnte man auch sagen, dass sie für andere Götter gutmütig aufräumt, wenn ihre Taten den Kreislauf durcheinander bringen.

Garlenanhänger und widernatürliche Wesen:

-Allgemein-
Als Diener des Lebens selbst haben hochrangige (Paladin, Priester, Hohepriester) Anhänger Garlens teilweise die Fähigkeit entwickelt, widernatürliches in Ansätzen wahr zu nehmen. Dies kann sich in einem seltsamen Gefühl einem Wesen gegenüber äußern, als auch in einem Unwohlsein das in der Intensität variiert. Sie können jedoch nicht mit Bestimmtheit sagen, warum ein Wesen "widernatürlich" ist, ohne es eingehend untersucht zu haben.

-Vampire-
Vampire werden bei gesegneten Anhängern Garlens (z. B. Paladinen, Priestern, Hohepriestern) spüren können, dass eine fremde Präsenz auf ihnen liegt. Ob sie darauf mit Ablehnung reagieren, ist von ihrer persönlichen Einstellung abhängig.

Das Blut dieser gesegneten Anhänger ist für Vampire wie Gift, wenn sie es zu sich nehmen. Dies äußert sich in Krämpfen, Schmerzen und anderen starken Vergiftungserscheinungen.

-Werwölfe-
Werwölfe sind widernatürliche Wesen, die der natürlichen Ordnung nicht entsprechen. Dennoch kann ein Garlenanhänger ohne eine ausführliche Untersuchung ihre Existenz nicht feststellen. Im Gegensatz zu anderen widernatürlichen Wesen, die eine Ablehnung hervorrufen können, besitzt der Werwolf jedoch auch in Form des Wolfanteiles einen stark natürlichen Anteil. Daher empfinden Garlenanhängern ihnen meist gegenüber weniger Argwohn als anderen "seltsamen" Wesen.

Tempel, bekannte Stätten, Avatare:
Der bekannteste Tempel der Göttin ist in Outside Wind zu finden.
Garlen erscheint als unscheinbare Frau mittleren Alters in einfacher, bäuerlicher Kleidung. Unbewaffnet wandelt sie auf der Welt, doch stets hat sie einen Hirtenstab bei sich.

Den Elfen aber erscheint sie als hochgewachsene Mondelfe in grüner Kettenrüstung gekleidet und mit einem Elfenbogen bewaffnet. Manchmal trägt sie aber auch nur die weich fließenden Gewänder der Elfen.

Geschichte/Hintergrund:
Da Garlen eher ein leiser wachender Gott ist, finden ihre Taten nicht immer die Beachtung wie das Getöse anderer Unsterblicher. Doch gibt es durchaus Überlieferungen zum Wirken ihrerseits.
Nachdem in früherer Zeit Outside Wind immer und immer wieder von Räuberbanden überfallen wurde und gerade die Bergarbeiter dort den brutalen Überfällen ausgeliefert waren, tauchte Garlen als einfacher Mensch dort auf und wurde für ein leichtes Opfer gehalten. Die Missetäter griffen sie an und wurden mit göttlichen Blitzen verjagt. Seit diesen Vorfällen steht Outside Wind unter dem Schutz von Garlen.
Mit der Errichtung des Tempels ihr zu Ehren erfolgen auch immer mal wieder Erscheinungen ihrerseits in Outside Wind.
Öfter ist sie auch gemeinsam mit Kerissa erschienen, das bekannteste Zusammenwirken erfolgte kurz nach der Befreiung Coves von den Slulen.
Auch hat sie schon bei einigen gar zu derben Späßen von Lavain eingegriffen und die Folgen rückgängig gemacht, als der Gott des Schabernacks Gefallen daran fand, Körper und Seelen zu vertauschen.

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