Drow

Die Geschichte der Drow

Die Rasse der Drow entstand bereits zu einer Zeit, als es noch keine Menschen auf dieser Welt gab. Einst lebten sie mit ihren Verwandten, den Elfen, zusammen an der Oberfläche dieser Welt. Die Elfenvölker lebten eng verbunden mit der Natur und achteten jedes Lebewesen. Einige Elfen aber hatten mit der Zukunft ihrer Rasse anderes vor. Sie wollten die anderen Elfen beherrschen, die Tiere unterwerfen und die Natur nach ihrer Vorstellung verändern. Dieses Verhalten fand unter den meisten Elfen wenig Gefallen. Doch gab es genug, die diese Vorstellung teilten, die führende Rasse zu sein und auch die eigenen Verwandten zu unterwerfen. Habsucht, Gier und Egoismus herrschte unter diesen Elfen, sie intrigierten und verloren auch den Skrupel, andere Elfen, oder gar direkte Verwandte hinterlistig zu betrügen und zu töten. Unter den Elfen nannte man sie die Dunkelelfen, da ihr Denken von einer dunklen Macht angetrieben schien und sie gern im Schutz der Nacht ihren Untaten nachgingen. Die Drow, oder auch Dunkelelfen (Der Übergriff Dunkelelf ist nicht gleichzusetzen mit Drow, er schließt die Drow jedoch ein) genannt, wurden von den Mondelfen mit Vorsicht behandelt.

Ihre Nähe wurde vorerst gemieden und man dachte, es würde ihr Verstand siegen und sie kämen bald zur Vernunft. Dies schien sich jedoch nicht zu bewahrheiten, und die Taten der Dunkelelfen wurden immer schlimmer, Vorfälle häuften sich und die anderen Elfenvölker begannen das Problem in seinem Ausmaße zu erkennen. Sie verbündeten sich gegen die Dunkelelfen und ein Krieg entbrannte. Ein Krieg der viele Opfer forderte. Beide Seiten mussten schwere Verluste hinnehmen.

Die Dunkelelfen waren Kämpfer, von Macht besessen und ihr Wille schien trotz großer Unterzahl nicht zu brechen zu sein. Doch nach vielen blutigen Schlachten und einer langen Zeit des Krieges gelang es den Elfenvölkern, ihre von der Dunkelheit besessenen Artgenossen zu vertreiben. Sie mussten fliehen um weiterzuleben und verkrochen sich in Höhlen und richteten sich auf ein Leben unter der Erde ein.

Die Hoffnung der siegenden Elfenvölker wurde groß. Man konnte sich nicht vorstellen, dass diese Dunkelelfen unter der Erde mit ihrer geschwächten Anzahl an Anhängern eine Chance zu überleben hätten. Doch hier sollten sie sich täuschen. Schon von Anbeginn der Intrigen, den ersten Morden und letztlich dem Krieg schienen die Drow von einem höheren Wesen beobachtet zu werden.

Es war Lloth, die Spinnengöttin. Sie selber unterlag einst demselben Schicksal, von den Göttern verachtet, von ihnen verstoßen. So nahm sich Lloth dem Volk der Dunkelelfen an. Sie vergiftete ihre Gedanken noch weiter, und auch ihren Körper wollte sie in neuem, dunklen Glanz erstrahlen lassen und gab ihnen die nötigen Fähigkeiten, um in dieser dunklen Welt zu leben.

Mit der Hilfe ihrer neuen Göttin gelang es den Drow, sich unterirdisch ein eigenes Reich zu erschaffen, prachtvoller, als je vermutet. Hier wollten sie ausharren und neue Kraft schöpfen, um eines Tages zurückzuschlagen und jedes Lebewesen der Oberfläche zu unterjochen.

Ihr Lechzen nach Rache sollte auch in Zukunft kein Ende nehmen. Sie schürten den Hass in ihrem Inneren immer weiter, und von Generation zu Generation wurde den neuen Familienmitgliedern weitergegeben, welches Ziel sie gemeinsam mit Lloth haben und welches Leid ihnen von den Oberflächenbewohnern angetan wurde.

Aussehen und Eigenschaften

Das markantestes Erkennungsmerkmal eines Drow (im weiteren Verlauf auch Dunkelelfen genannt) ist eindeutig seine obsidianfarbene Haut, welche glatt und rein ist. Ein Drow ist etwa 1.60m groß, also ganz anders als seine hoch gewachsenen Verwandten an der Oberfläche. Weibliche Drow sind in der Regel größer und stärker als männliche Dunkelelfen, beide sind jedoch nicht muskulös, sondern eher drahtig gebaut. Sie haben einen schlanken Körperbau, besitzen dennoch einige Kraft, viel Beweglichkeit und ebenso viel Geschick. Ihr Gesicht, ihr Körperbau und ihre Ausstrahlung sind anmutig und wunderschön.

Das Einzige, was diese gut aussehende und reinliche Rasse in den Augen anderer nicht so bewundernswert scheinen lässt, ist die subjektive Einstellung zu ihnen, da man einen Dunkelelfen mit Brutalität und Hinterlist in Verbindung bringt.

Das Haar eines Drow ist weiß, meist tragen sie dieses lang und offen, durch ein Stirnband gehalten, oder als einfachen Zopf. Ihre Haare sind nahezu seidig und natürlich sehr gepflegt.

Die Augenfarbe der Drow variiert, wobei aber die meisten mit roten Augen geboren werden, dessen Farbton sich je nach Gemütszustand verändert.
Die Kleidung besteht meist aus einer obsidian- oder kamonfarbenen, leichten Rüstung wie Kettenpanzer oder gefärbtem Leder. Dazu tragen sie ihr Piwafwi, welches ihre Hauszugehörigkeit zeigt und vor allem die Fähigkeit besitzt, den Träger in seiner Umgebung unsichtbar zu machen. Auch hier sind die Farben meist in dunklen Tönen gehalten, variieren aber von Haus zu Haus.
Während ein gleichaltriger Mensch schon das Zeitliche gesegnet hat, beendet ein Drow gerade seine Kindheit. Mit ungefähr 90 Jahren hat ein Drow seine Ausbildung abgeschlossen. Ein Drow kann ganze 800 Jahre alt werden, was auf Grund der vielen Meucheltaten die wenigsten schaffen.

Lebensraum der Drow

Drow leben gemeinsam in einem riesigen Höhlensystem. In dieser Welt nennt sich die Stadt der Drow V\'elddrinnsshar. Innerhalb des Systems gibt es die verschiedenen Häuser, wo wiederum die Hausangehörigen gemeinsam leben. Diese Häuser sind die „Familien“ der Drow, der Rest ist eine übliche Stadt mit einigen Händlern. Der Mittelpunkt einer jeden Drowstadt bildet das Narbondel. Dies ist das Zeitmessgerät der Drow.

Neben den Häusern und Läden in den Drowstädten gibt es noch die drei großen Schulen. Die Kriegerschule genannt Meele-Magthere, die Magierschule namens Sorcere und die Priesterschule mit der Bezeichnung Arach-Tilinith.
Die einzelnen Häuser befinden sich am Rand des Stadtzentrums, sie sind durch Mauern und Tore gesichert. Die Wachen der Stadt und die Hausbewohner achten sehr genau darauf, wer sich diesen nähert.

Die unterirdische Welt außerhalb V'elddrinnsshar ist riesig. Mit vielen Wesen wie Orks, Goblins, Zwergen und weiteren fremdartigen Rassen und Tieren, die es nur dort zu finden gibt, wird diese Welt geteilt. Zusammenstöße gibt es wenn, dann eher in den unzähligen Tunneln und Gängen, der Lebensraum anderer Rassen wird weitgehend respektiert.

Die große Anzahl an Tunneln stellt ein Schutz vor den Oberflächenbewohnern dar. Einmal zu tief in die Dunkelheit getaucht ist es fast unmöglich, den Weg zurück an die Oberfläche zu finden, geschweige denn, ein bestimmtes Ziel in den Tiefen auszumachen.

Die unterirdische Wildnis ist reich an Flora und Fauna und wird von den Drow genutzt, um der Jagd nachzugehen und um Rohstoffe zu gewinnen, die annähernd sämtlichen Bedarf des täglichen Lebens deckt. Anderenfalls gibt es ein paar wenige Rassen, wie zum Beispiel die Orks, mit denen aus reiner Zweckmäßigkeit heraus Handel betrieben wird.