Barbaren

1. Charakteristika der Barbaren

Das Idealbild eines Barbaren ist das eines furchtlosen, stürmischen und gnadenlosen Kriegers, der für sich und seinen Stamm alles riskiert. Von diesem Engagement und diesen Fähigkeiten hängt die gesellschaftliche Stellung des Barbaren innerhalb der Horde ab.

Die Verhaltensweisen der Barbaren wirken auf fremde Völker oft grob und brutal doch ist dies unter Barbaren völlig normal. So manch herzhafte Umarmung hat schon eine Rippe knacken lassen und nach fast jedem Fest gehört eine freundschaftliche, deftige Prügelei dazu. Wen wundert’s, bei den Mengen an Alkohol die so ein Barbar an einem Abend versäuft?
An erster Stelle in der Hierarchie steht der Stammeshäuptling, danach folgt der Ältestenrat mit den Schamanen, dann die Krieger und zuletzt die reinen Hausfrauen und die Kinder.

In den verschiedenen Barbarenhorden gibt es auch verschiedene Dialekte die selten fremden Einflüssen ausgesetzt sind und sich daher kaum verändern. Die meisten Leute die es schafften das Vertrauen eines Stammes zu erlangen und über einen längeren Zeitraum Handel mit diesem zu betreiben erlernten diese Dialekte, wodurch die Barbaren sich nicht gezwungen sahen die Gemeinsprache zu erlernen. Wenn sie Sie allerdings nutzen, haben sie so manche Probleme mit der Grammatik, was oft zu verdrehten und schwer verständlichen Sätzen führt.
Höflichkeitsfloskeln sind ihnen meistens völlig fremd, sie drücken sich in einfachen Sätzen aus.

2. Das Äußere der Barbaren

Durch ihr hartes Leben hat sich in Form der Barbaren über Generationen hinweg ein überaus kräftiger Menschenschlag geformt der körperlich kräftig gebaut und ziemlich muskulös ist. Dies trifft zumeist sowohl auf Frauen als auch auf Männer zu.

Die ungefähre Größe liegt bei 1,95 m - 2,40 m

Sowohl Haar- als auch Augenfarben weisen ein weites Spektrum auf, wobei die Haarfarbe auch auf die Herkunft des Barbaren hindeutet. Rot oder blond ist besonders im Norden, schwarz oder bräunlich besonders im Süden verbreitet. Allgemein wird die Haartracht immer lang gehalten und teilweise zu Zöpfen, die bei den Frauen mit verschiedenen "Schmuckteilen" verziert sind, geflochten.

Bei der Jagd neigt mancher Stamm dazu im Gesicht Tarnfarben aufzutragen die in pastelligen Tönen ihrer Umgebung gehalten sind, vor einer großen Schlacht bemalen sie sich auch teilweise mit Blut um erschreckender zu wirken.

Am Körper tragen die Barbaren das, was sie der Natur ab wringen können. Hierzu zählen Leder- sowie Fellbekleidungen, auf die (je nach Gebiet) am Oberkörper gern verzichtet wird. Die Krieger besitzen zudem das Vorrecht Arm- sowie Beinschienen (aus Knochen o. ä.) anzulegen.
Vom Schuhwerk her bevorzugen sie je nach Breitengrad Halbstiefel oder Sandalenartige Lederschnüre.

Ebenfalls von der Wetterlage ist abhängig, ob ein Barbar sich für einen Lendenschurz, eine gefütterte Hose oder gar beides entscheidet. Allgemein kann man jedoch sagen, dass viele unterschiedliche Kleidungsstücke übereinander angelegt werden, um entweder einen besseren Schutz zu erzielen oder der Kälte in den nördlicheren Gebieten zu trotzen.

3. Die Heimat und das Leben der Barbaren

Barbaren leben in Stammesgemeinschaften (Horden) von 3 bis 30 Mann in Steppen und Wäldern. Meist wurde ihre Behausungen aus Lehm und Holz errichtet und wurden mit Strohdächern abgedeckt oder sie besitzen Zelte. Auch wenn jede Familie (bzw. einzelne Krieger) eine eigene Hütte oder ein eigenes Zelt hat, gibt es einen gemeinsamen, großen Aufenthaltsort, indem Feste oder Versammlungen abgehalten werden.

Das absolute Sagen über den Stamm bzw. die sog. Horde hat der Häuptling. Die Häuptlingsehre wird solange weitervererbt, bis es entweder keine Nachkommen mehr gibt oder der familienfremde Anwärter den Rat überzeugen kann, einen Kampf anzuberaumen, an dem alle Krieger teilnehmen.
(Sind mehrere Nachkommen vorhanden so wird im Normalfall der/die Älteste Häuptling, außer ein anderer Nachkomme erhebt Anspruch, was im Normalfall zu einem Kampf führt.)

Der Rat selbst besteht aus den ältesten und gefürchtetsten Mitgliedern der Horde sowie meist der Altschamanin.

Weiterhin haben Krieger, die dem Oberhaupt an Stärke und Kampferfahrenheit ebenbürtig sind, die Möglichkeit sich an den Rat zu wenden, um die Erlaubnis die Horde verlassen zu dürfen, zu erlangen. Wenn der Rat entschieden hat, dass ein Kampf rechtens ist, muss dieser Krieger den Häuptling bezwingen. Gelingt ihm dies, dürfen er und seine Familie von dannen ziehen und eine neue Horde gründen (sie werden hierfür mit den wichtigsten Gütern ausgerüstet), gelingt ihm dies nicht hat er das Recht, den Häuptling herauszufordern, verwirkt.
[Da oft nahestehende Personen wie Familie oder Freunde des Siegers mitziehen ist es durchaus möglich dass die neue Horde mächtiger ist als die übrige alte].

Der Ranghöchste Schamane wird Altschamane genannt, ihm unterstehen alle weiteren Schamanen (insofern vorhanden). Zumeist hat der älteste und somit erfahrenste Schamane diese Stellung inne, aber zuweilen integriert sich auch ein jüngeres Mitglied an diese wichtige Position. Für Kämpfe um den Rang des Altschamanen gelten dieselben Regeln wie für den um den Häuptlingsplatz.
Nur der Altschamane kann Schüler annehmen und es obliegt auch einzig und alleine ihm wen er nimmt. Falls er mehrere Schüler haben sollte wissen diese im Normalfall ganz genau wo sie stehen, da der Altschamane ihnen zu Anfang bereits eine Stellung zuweist (Schüler 1. Ranges, Schüler 2. Ranges...), wobei es nicht auf das Alter oder die Verwandtschaft des Schülers ankommt sondern auf dessen Begabung.
Die Schamanen sind zudem Behüter der Stammesgeschichte, da diese nur durch Erzählungen weitergegeben wird (Barbaren kennen keine Schrift, wohl aber Pektogramme um ein Feld z. B. für eine Schlacht zu segnen) und werden gerne als Geschichtenerzähler des Abends in manch eine freundliche Hütte eingeladen, in der sie bei Speiß und Trank so manche schaurige Geschichte von Übersinnlichen Phänomenen von sich geben.

In der harten Wildnis zählt jede Waffe, so wird auch jedes Stammesmitglied einem harten Kampftraining unterzogen. Während die Kinder im Alter bis zu sechs Jahren der Mutter im Haushalt aushelfen und spielerisch Kraft und Geschicklichkeit hinzugewinnen, beginnt für die Siebenjährigen bereits eine lange Lernperiode in der sie zu starken Kriegern geformt werden. Zumeist nimmt sich ein naher Verwandter den jungen Sprösslingen (Jungen wie Mädchen) an, die er wie seine eigenen Kinder bei sich aufnimmt und bringt ihnen zunächst alles bei, was sie in der Wildnis wissen müssen. Dies ist eine harte Schule, in der sie lernen im Wald und in der Steppe mit so wenig Mitteln wie möglich zu überleben und die auch hin und wieder ein Opfer fordert. Im Alter von ungefähr neun Jahren ist dieser Teil ihrer Ausbildung um und es wird im Rat über die weitere Laufbahn des Heranwachsenden entschieden. Wenn die Horde sich nicht gerade in einer Notlage befindet (akuter Frauenmangel o.ä.) kann man davon ausgehen, dass Mädchen wie Jungen dieselbe Möglichkeit erhalten, zum Krieger heranzureifen. Ist diese Entscheidung gefallen, wird den jungen Kriegern ein Lehrmeister zugeteilt, (nicht selten suchen sich die Ratsmitglieder selbst einen Lehrling aus) der sie dann unter seine Fittiche nimmt und mit der Ausbildung zum Krieger beginnt. Hierzu gehört eine Ausbildung an der Waffe, insofern noch nicht vollständig geschehen eine Monster- sowie Tierkunde, teilweise Spurenlesen und das einfache anfertigen von Ausrüstungsgegenständen.
Mit ca. 13 Jahren ist auch diese Lebensphase um und der Rat stellt im Einverständnis mit dem Häuptling eine Aufgabe die die Kriegerlehrlinge zu erfüllen haben. Sie dürfen dies zumeist in Gruppen, doch je kleiner eine Gruppe ist (bis hin zum einzelnen), desto höher wird die Tat angesehen. Ist diese Tat vollbracht (wofür die Anwärter durchaus die Horde verlassen und in fremde Gebiete müssen) und ein Beweis dem Häuptling vorgelegt werden die Anwärter zum Krieger erklärt, was das Recht beinhaltet a) eine Familie zu gründen (Frau zu wählen), b) in den Rat aufgenommen zu werden c) den Häuptling zu einem Kampf herauszufordern.

Die Barbaren führen eine lebenslange Einehe aus der zumeist viele Kinder hervorgehen. In Notzeiten ist es nur dem Häuptlingspaar vorbehalten, sich zu vermehren.

Diese Beweise bleiben, zumeist über Generationen hinweg, in der Familie oder werden gar von den Eltern an ihre (ältesten) Sprößlinge weitergegeben und Tag für Tag getragen (Felle, Federn, Schuppen...). Allgemein spielen solche "Tatbeweise", also auf mutige Art und Weise erbeutete Gegenstände, eine große Rolle.
Für die meisten Barbaren ist es eine Totsünde, diese persönlichen Gegenstände eines anderen ohne dessen Einwilligung zu berühren, allerdings werden sie trotzdem gerne dafür bewundert.

Bevorzugte Waffen eines Barbaren sind schwere Äxte, Streitäxte, große Zweihänder sowie Bastard- oder Breitschwerter. Nicht umsonst ist der legendäre Ruf der Barbarenstreitaxt. Aber sie verstehen sich auch auf den Umgang mit einem Schwert, wobei diese Waffen bei Barbaren selten und sehr begehrt sind. Mit Lanzen, Stecken, Flegel und Stangenwaffen wissen Barbaren gewöhnlich wenig anzufangen. Zur Jagd werden bevorzugt Kurzbögen verwendet oder es wird zu einem Speer gegriffen. Rüstungen aus Metall empfinden sie als störend und eher hinderlich. Magie im Kampf kennen Barbaren mit Ausnahme des Wirkens ihres Schamanen nicht und empfinden Abscheu bis Angst vor ihr. Sicher ist jedoch, dass Barbaren durch Magie leicht beeinflussbar sind.

Wie bekannt sind die meisten Barbaren hitzköpfig, leicht reizbar und neigen zu Wutausbrüchen die sich auch in einem sog. Kampf- oder Blutrausch steigern können, welcher erst endet, wenn der Gegner besiegt oder er selbst getötet wurde. Im Kampf zeigt er seine wahre Stärke durch seinen großen Mut und seine Wildheit. Er ist von sich und seinen Kampfkünsten sehr eingenommen und greift eher zur Waffe (Vorzugsweise grobe Nahkampfwaffen wie Hammer oder Keule, Axt o. andere Wuchtwaffen) als zu großen Worten. Gnade ist ihm fremd genauso wie Flucht. Schwäche oder Angst zu zeigen würde den Barbaren zum Gespött seiner ganzen Sippe machen, und dies wäre ein schlimmeres Schicksal als der Tod.

[Vergesst nicht dass es ein "Rausch" ist, und somit der Barbar für etliche äußere Einflüsse (Zurufe, "Angst", Einschüchterungsversuche, Vernunft) geistig unzugänglich sein kann. Diesen Rausch kann man emote-mäßig gut "harten" Emotes ausdrücken, vergleiche:
laufen - stampfen
rufen - brüllen
und ihr müsst Euch vorstellen, dass euer Char einfach total wütend ist, daher können gerne Beschimpfungen (insofern er sich noch so weit unter Kontrolle hat sprechen zu können) etc. kommen, auch wenn vielleicht ein: *bringt nur noch ein halbersticktes RAAAAAAAAAH! raus und stürmt dann los* eher angebracht ist.]

Das urplötzliche Auftauchen, gepaart mit frontalen Angriffen und die Reitkünste der Barbaren sind berühmt-berüchtigt. So manch ein großer Held wurde von einem hammerschwingendem, herangallopierenden Barbaren schon in die ewigen Jagdgründe katapultiert.
In den nördlichen Gegenden werden zumeist kaltblütige, kräftige Pferde bevorzugt, da sie den großen Barbaren angemessener erscheinen als die verhältnismäßig kleinen Ponys oder schmächtigen, filigranen Edelpferde.

Dies ist nur ein ungefährer Anhaltspunkt und keine genaue Beschreibung aller Horden, viele Verbände weichen in Einzelheiten ab.

4. Der Glaube der Barbaren

Die Barbaren haben den Glauben eines einfachen Volkes. Abergläubisch fürchten sie ihre Ahnen, die Geister und das Totem des Stammes. Jeder Stamm oder Horde hat sein eigenes Totem, dessen Charakteristika auf die Mitglieder abfärben soll.

Da die Totems standardmäßig tierischer Natur sind, gehören sie zu der Domäne der Naturgottheiten, wie Shaundakul oder Garlen. Natürlich sind sich die Barbaren dessen nicht bewusst, dass sie jenen huldigen, und die beiden Götter lassen sie gerne in ihrem Glauben.

Die meisten Horden besitzen ein Stammestier das verehrt und gefürchtet wird. Der Glaube wird größtenteils von den Schamanen in Geschichten und Liedern weitergegeben, aber auch manch einer der Ältesten singt des Abends von den Seelen der alten Häuptlinge und den Göttern sowie Geistern, die den Stamm schützen oder malträtieren.
Allgemein verehren die Barbaren nebst ihren Göttern und Stammestieren auch die Seelen der alten großen Krieger und Häuptlinge. Sie zu beleidigen oder anderweitig zu verunglimpfen gilt als große Sünde und wird vom Häuptling, sowie dem Ältestenrat schlimm geahndet.

Die aktuelle Horde verehrt Urs, den großen Silberbären.

5. Beziehungen zu anderen Rassen

Die Barbaren blicken prinzipiell auf alle Völker als verweichlicht und schwach herab, doch sehen auch sie den Nutzen in Handel mit jenen. Einzelne Individuen haben es dennoch geschafft, sich ihren Respekt zu verdienen, und erleben sie von der Seite, die sie ihresgleichen zeigen.
Sie sind Leuten, die nicht zu ihrem Stamm gehören gegenüber sehr misstrauisch, doch ist das Eis erst mal gebrochen sind sie ein offenes und gastfreundliches Völkchen. Sie sind sehr stolz auf ihren Stamm und lassen das andere durchaus spüren und ignorieren die Verhaltensweisen anderer Kulturen. Ja, ihnen fehlt jeglicher Respekt vor anderen Rassen und Völkern, natürlich plündern sie lieber, unabhängig welches Volk etwas übrig gelassen hat.

Die Barbaren nehmen außerhalb ihres Stammes selten Befehle entgegen, im Gegenteil, meist neigen sie dazu eine Führungsrolle für sich zu beanspruchen.

6. Typische Schutzgötter

Ahnen, Geister, Totem (aka Garlen, Shaundakul)

7. Der Nebel und die Barbaren

Es hatte lange gedauert, bis sich der Clan des Silberbären gefunden und gemausert hatte. Lange Zeit besaßen sie ein Lager direkt hinter dem Nördlichen Außenhandelsposten, aber als der Nebel kam, verloren auch sie den Kampf und ihr zu Hause. Viele wurden getötet, die Grüppchen an Überlebenden wurden auseinander gesprengt und verstreut. Auch anderen (imaginären) Barbarenstämmen erging es nicht viel besser. Nur wenige glückliche schafften es dem Nebel zu entkommen, um in eines der Schutzgebiete (Vesper, Cove, Minoc) zu gelangen. Und noch weniger haben es bis heute geschafft, zurück zu ihrer Sippschaft zu gelangen, die mittlerweile an der Minocer Nordbrücke ein neues, vorrübergehendes Lager errichtet hat.

Die Zeiten sind für die Barbaren, die maßgeblich von Jagd und Handel abhängig sind, nicht gerade einfacher geworden. Auch das Zusammenschrumpfen der Lebensräume hat Auswirkungen. Die Art der Barbaren findet bei den "zivilisierten" Völkern häufig nicht gerade großen Anklang, und durch die geschrumpften Lebensgründe wohnen Zivilisation und Barbarensippe nun recht nah beieinander, was des Öfteren für Auseinandersetzungen sorgt. Einen Vorteil haben die Barbaren allerdings: Sie sind nicht verweichlicht, und auf feste Siedlungen angewiesen. Sie können eine Weile in der Wildnis überleben, und so bleibt zu hoffen dass noch mehr Clanangehörige das Lager finden werden, und sich erneut anschließen.

8. Anmeldung

Generell ist eine Barbarenhorde rein männlich, doch unter bestimmten Umständen kann eine Ausnahme gemacht werden (vorzulegen als Chargeschichte beim Rassenbetreuer). Die "Frauenquote" sollte niemals über 20% fallen, da es sich um eine Kriegshorde handelt und Frauen in einer solchen sehr selten sind.

- Was für die Anmeldung zu beachten und anzugeben ist:

A) Euer Accountname
B) Name des Charakters
C) Stärken des Charakters
D) Schwächen des Charakters
E) RP-Story über den Barbar (z. B. seine Anreise) oder
F) Charakterbeschreibung des Barbaren
G) Grund der Bewerbung als Barbar/ Warum wollt ihr einen Barbaren spielen?

Zusätzlich erfolgt ein Probespiel mit der Horde.

9. Betreuung

Derzeit nicht besetzt, bei Fragen an Sir Caturix wenden.