Allgemeines zu Minoc

Vorwort

Minoc ist eine freie bürgerliche Stadt, die sich insbesondere der Förderung des Handels und des Handwerks verpflichtet sieht und zudem an einem friedlichen Zusammenleben mit allen Völkern interessiert ist.

Minoc ist ein eigenständiges und unabhängiges Gemeinwesen und begründet damit seine eigene Landesherrlichkeit. Das Territorium der freien bürgerlichen Stadt zu Minoc wird im Norden sowie im Westen durch das Meer begrenzt. Das östliche Ende der Landesherrlichkeit endet an der am Zyklopendorf angrenzenden Brücke und schließt die Zwergensiedlung sowie Gebirge und die darin befindliche Mine mit ein. Die im Süden Minocs als Waldsiedlung bekannte Region ist ebenfalls als freie Siedlung an die Bürgerstadt Minoc angegliedert und bildet den südlichen Grenzanspruch des Minocer Territoriums. Die Grenzen aller Richtungen umfassen hierbei einen Grenzstreifen von längstens 30 Schritt, der als neutrale Zone zur Behauptung der Herrschaftlichkeiten angesehen wird. Ausnahme bilden die Hoheitsgewässer Minocs, die am Südwesthang der Stadt meerseitig münden. Meerseitig gebührt die gesamte Länge der an Minocer Gebiet grenzenden Küstenabschnitte sowie alles Wassergebiete bis zu 40 Faden Tiefe die sich an diese Küsten anschließen der Herrschaftlichkeit Minocs. Flussseitig, das heißt an der Nordostküste der Stadt gelegene Flussanteile des Darunel gehören in voller Länge und Umfang, insofern sie am Stadtgebiet entlang laufen, zur Stadt Minoc.

1. Grundfesten der Stadt

Jeder Minocer ist von Geburt an als frei und gleich anzusehen. Es gibt keinerlei Unterschiede ob Rasse, Hautfarbe, Gesinnung, Geschlecht. Jeder Minocer hat das Recht auf seine Unversehrtheit und die Achtung seines Besitzes, so wie er auch Unversehrtheit und Achtung der Anderen zu gewährleisten hat.

2. Bürgerschaft

Mit der Vollendung des fünfzehnten Lebensjahres ist ein Einwohner Minocs dazu berechtigt, die volle Bürgerschaft zu beantragen. Vorher gilt bei minderjährigen Einwohnern, insbesondere den hier geborenen, dass sie Bürger ohne Wahlrecht sind. Sofern ihrem Antrag stattgegeben wird, wird jenen jungen Mitgliedern unserer Gemeinschaft zur Bürgerschaft das Wahlrecht übereignet, von dem sie angehalten sind Gebrauch zu machen, um die Geschicke der Stadt kraft ihrer Jugend und ihres Tatendrangs mit zu Lenken.

Doch auch ein jeder der älter ist und sich bemüßigt fühlt, in den herrlichen Ländereien Minocs Fuß zu fassen, kann vor der Versammlung zu diesem Zwecke vorsprechen. Wird seinem Antrag stattgegeben, so sind auch jene zugezogenen Mitbürger als Personen gleichen Standes zu sehen.

Die Versammlung ist angehalten, Einwohnern Minocs bei der Vergabe von Ständen und anderen lokalen Objekten, wie Häusern, ein Vorrecht einzuräumen um die Ansprüche und das Wachstum der Stadt Minoc zu gewähren und fördern.

Um das Recht einer Bürgerschaft zu halten muss mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt sein, oder die Erfüllung jener angestrebt werden:
- Der Bürger ist Besitzer eines Hauses oder Raumes auf Minocer Boden.
- Der Bürger ist offiziell von einem Besitzer eines Hauses auf Minocer Boden als Mitbewohner vom Stadtrat eingetragen worden.
- Der Bürger ist ein Mitglied einer Ordergilde der Stadt Minoc.

3. Grundbesitz- und Hauserwerb, Mitbewohnerschaft

Um ein Haus auf Minocer Boden käuflich zu erwerben muss der Bewerber vor der Versammlung vorstellig werden. In Ausnahmen kann die Versammlung erwägen, auch einem nur schriftlich eingereichten Antrag statt zu geben. Hierbei muss genannt werden wer das Haus erwirbt, um welches Objekt es sich genau handelt und, so dies vorgesehen ist, wer als Mitbewohner dort mit einziehen möchte. Die Versammlung kann dem Bewerber weitere Fragen zu Familienstand, Lebensweise und Ähnlichem stellen, insofern dies von Belang ist.

Einem Antrag auf Hauserwerb oder Grundbesitz kann erst stattgegeben werden, wenn der betreffende Bewerber das Bürgerrecht inne hat. Anders verhält sich dies bei Mitbewohnern; diese sollten zwar der Minocer Verwaltung gemeldet werden um eine Übersicht des aktuellen Bürger- und Einwohnerstandes zu haben, aber müssen keine Bürgerschaft besitzen, um bei einem Minocer Bürger wohnen zu dürfen, so denn sie sich nichts zu Schulden kommen lassen.

4. Rechte und Pflichten eines Bürgers

Die oberste Pflicht eines freien Bürgers zu Minoc ist es, der Gemeinschaft der Stadt zu dienen, indem er die Gesetze und die Vereinigungen der freien Stadt zu Minoc respektiert und schützt.

Ein jeder Bürger hat das Recht und die moralische Pflicht, zu ausgeschriebenen Wahlen der Stadt zu Minoc zu gehen und seine Stimme demjenigen zu geben, den er für den Besten für die Aufgabe hält.

Ein jeder Bürger hat das Recht, bei der Bürgerversammlung vorzusprechen. Ebenso hat ein jeder Bürger sowohl bei den Wahlen der Dienstherren Minocs, als auch bei den Abstimmungen der Versammlung, eine Stimme, die er abgeben kann und soll. Generell kann einem Minocer Bürger mit Wahlrecht diese Stimme weder entzogen, noch negiert werden.

Ein Ausnahmefall besteht lediglich, wenn die Versammlung mit einer 2/3 Mehrheit zu dem Schluss gerät, dass einer Einzelperson dass Stimmrecht für eine bestimmte Abstimmung entzogen werden sollte. Um den Antrag auf Entziehung des Stimmrechts einer Person auf einer Versammlung zu stellen, muss ein triftiger Grund vorliegen. Dies könnte zum Beispiel ein schwebendes, einschlägiges Verfahren gegen besagte Person sein, das in Zusammenhang mit der Abstimmung steht. Doch nur die 2/3 Mehrheit der versammelten Bürger wird in ihrer Gesamtheit darüber entscheiden können, ob jener tatsächlich das Stimmrecht für diese Abstimmung verliert.

5. Bürgerversammlung Minocs

Jede Person mit vollständiger Minocer Bürgerschaft ist berechtigt, seine Stimme bei der Versammlung geltend zu machen, sei es um eigene Ideen und Vorschläge einzubringen oder bei einer Abstimmung mit zu bestimmen. Dabei zählt jede Stimme einfach, unabhängig der Situation und Art der Abstimmung.

Die Minocer Bürgerversammlung wird in einem festen Turnus von mindesten einmal im Lauf von sechs Wochen tagen, jedoch bei Bedarf noch zu speziellen Terminen einberufen werden. Die Ankündigung der Versammlung sollte nach Möglichkeit steht’s mindestens eine Woche vor Termin beginnen und die Aushänge kurz vor der Versammlung erneuert werden, auf dass kein Bürger den Termin verpasse.

Die Einberufung der Sitzung obliegt dem Stadtverwalter, der auch die notwendigen Informationen, Erklärungen, Anträge und Abstimmungsentwürfe zu sichten, ordnen und der Versammlung vorzustellen hat, auf dass jeder Bürger eine gute Wahl treffen möge.

Eine Bürgerversammlung ist ab einer Teilnahme von mindestens 20% der wahlfähigen Einwohner, letztens also zumindest fünf stimmberechtigten Bürgern, entscheidungsfähig. Hierbei hat sich der Stadtverwalter regulär seiner Stimme zu enthalten, außer es kommt zu einem Patt. In diesem Falle kann er seine Stimme als letztes abgeben, um eine Mehrheitsfindung zu ermöglichen. Als letztes hat er sie abzugeben, um eine Beeinflussung der Bürgerschaft durch seine Amtspräsenz zu vermeiden.

Der Stadt stehen grundlegend zwei Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Die erste Möglichkeit ist die einfache Stimmabgabe bei der Versammlung selbst, hierbei wird per Handzeichen offen abgestimmt.

Die zweite Möglichkeit ist die geheime Wahl, die durch Nutzung einer Wahlurne erfolgt. Jene kann hierbei, je nach Schwere der Entscheidung, sofort stattfinden oder bis zu vier Wochen Wahllauf umfassen.

Die meisten Anliegen sind per einfacher Mehrheit zu entscheiden (beispielhaft: Bürgerrechtsvergabe, Wohnbeschlüsse, Marktstandvergabe). Doch für eine Verfassungsänderung, die die grundlegende Regierungsform, Gesetze oder Befugnisse sowie Pflichten der Bürger betrifft, muss eine 2/3 Mehrheit erreicht werden. Dies schützt die Stadt vor einem wahldeligiertem Putsch, auf Bestreben einzelner Personen hin. Auch muss bei solch einer Abstimmung mindestens 1/3 der Minocer Bürgerschaft an diesen speziellen Abstimmungen teilnehmen, um sie als gültig anzunehmen.

6. Stadtverwalter

Der Stadtverwalter Minocs hat die administrativen und organisatorischen Verwaltungspflichten Minocs zu übernehmen. Dies bedeutet insbesondere, dass er den Schriftverkehr für die Bürgerversammlung annimmt, die Bürgerversammlungen anzuberaumen und dieser alle notwendigen Informationen und Entscheidungshilfen zur Verfügung zu stellen. Ebenso obliegt ihm die Gesprächsleitung bei den Versammlungen, auf dass jene nicht in Chaos enden, und dafür Sorge zu tragen, dass Protokolle angefertigt werden die auch nicht anwesende Bürger von Entscheidungen und anstehenden Abstimmungen informieren, auf dass diese nicht ausgeschlossen werden.

Er besitzt kein besonderes Stimm- oder Wahlrecht, ist also nicht als Volksvertreter im Sinne eines Regierenden aufzufassen, sondern als Stadtangestellter aufzufassen, mit der Aufgabenstellung, das (Selbst)bestimmungsrecht der Bürger aufrecht zu erhalten im Rahmen der Bürgerversammlung und der Abstimmungen.

Der Stadtverwalter hat von der Bürgerschaft gewählt zu werden. Der Wahllauf beträgt dabei vier Wochen. Zwei Wochen dienen der Vorstellung der Kandidaten, zwei Wochen dienen dem Urnenlauf.

Sollte der Stadtverwalter aus irgendeinem Grund nicht abkömmlich sein, sprich für längere Zeit indisponiert oder bei einer Versammlung nicht erscheinen, so kann die Bürgerversammlung vor Ort einen Ersatzmann für die Sitzung bestimmen. Ebenso kann sie bei längerer Abwesenheit verfahren, doch sollte der Stadtverwalter länger als vier Wochen indisponiert sein, hat unverzüglich eine Neuwahl ausgeschrieben zu werden, damit jene Ersatzmannen nicht ungewollt in ein so wichtiges Amt rutschen können.

Dem Stadtverwalter ist untersagt, Bestechungen jedweder Art anzunehmen, um die Geschicke der Stadt somit in die Richtung eines einzelnen zu lenken, entgegen der bürgerlichen Gesamtmeinung.

Die Amtsdauer eines Stadtverwalters beträgt drei Monate. Ist diese Zeit abgelaufen, so kann er für eine weitere Periode per Handabstimmung berufen werden. Nach spätestens sechs Mondläufen muss jedoch eine Neuwahl berufen werden, die von der Ordergilde geleitet wird.

Jene ist zwar für die Organisation dieser Wahlen verantwortlich, ihr ist jedoch untersagt ihren Ausgang in jedweder Weise zu beeinflussen, insbesondere Druck auf Bürger auszuüben, ihre Stimme einem bestimmten Kandidaten zu überantworten. Höhere Führungsmitglieder der Ordergilde sind von der Wahl zum Stadtverwalter ausgeschlossen, um einer militärischen Vorherrschaft Einhalt zu gebieten.

An der Wahl zum Stadtverwalter, die per Urnenwahl und daher geheim stattzufinden hat, müssen mindestens 20% der Einwohnerschaft mit Stimmrecht teilnehmen, das heißt mindestens fünf stimmberechtigte Bürger.

Gleichwohl der Stadtverwalter Vorschläge zur Verbesserung der Minocer Gegebenheiten einbringen kann bezüglich der Stadtverwaltung, ist er nicht berechtigt, Ämter ohne Abstimmung der Bürgerversammlung zu vergeben. Aufgaben und Tätigkeiten können seitens der Bürgerverwaltung per Wahl bestätigt werden, um weitere Posten zu schaffen, die der Stadt dienlich sein können, beispielhaft eines Marktbeauftragten, oder eines Militärberaters sowie ähnliche stadtförderliche Angelegenheiten.

7. Gerichtsbarkeit Minocs

Zuzüglich der Bürgerversammlung, die allgemeine Entscheidungen für die Stadt trifft und auch über legislative Vorschläge befindet, benötigt Minoc einen Richtersessel, um die Gewaltentrennung zu gewährleisten.

Der Richtersessel Minocs wird per Wahl bestimmt, zu denselben Konditionen, die auch für den Stadtverwalter gelten. Einziger Unterschied besteht darin, dass der Richtersessel nicht von einem Mitglied einer Ordergilde besetzt werden kann, da sonst eine Vermischung mit der Exekutivgewalt Minocs zu befürchten ist.

Als Richter hat der berufene Bürger gerechte Urteile im Sinne Minocs zu fällen und sich an das geltende Gesetz der Stadt zu halten, so wie er es von anderen einfordert. Der Sinn der Gesetzessprüche soll hierbei nicht nur darin liegen, eine gesetzesbrüchige Person zu bestrafen, sondern auch darin, ihr zu Lehren von weiteren Straftaten abzusehen.

Die Richtersprüche des Minocer Richters sind bindend für alle Verfahrensbeteiligten, so auch den Beklagten, ob Schuld oder Unschuld als erwiesen befunden wurden.

Über jedwedes Verfahren, von Anzeige bis zum Urteilsspruch, hat ein Protokoll angefertigt zu werden, auf dass die Gerichtsakten vollständig verwahrt bleiben und den Amtsnachfolgern zur Entscheidungsfindung zur Verfügung stehen oder für etwaige Berufungsverfahren.

Sollte es sich um ein besonders heikles oder aufwendiges Verfahren handeln, so kann der Richter zwei Schöffen als Unterstützung anfordern. Die Bestimmung der Schöffen wird im Abschnitt "Berufungsverfahren" näher erläutert.

7.1 Berufungsverfahren

Berufung kann eingelegt werden, wenn triftige Gründe vorliegen, die den Urteilsspruch zweifelhaft erscheinen lassen in seinem grundlegenden Urteil.

Triftige Gründe können beispielhaft sein:
- Die Vorlage neuer Beweise, die den Urteilsspruch in starke Zweifel ziehen.
- Vorlegen von Nachweise für Meineide, Verleumdung oder Beeinflussung der Hauptzeugen während der Zeit des Verfahrens, die ihre Glaubwürdigkeit in Bezug auf das gesamte Verfahren erheblich in Frage stellen.

Sollte ein Berufungsverfahren seitens des Verurteilten angestrebt werden, so kann er die dem Berufungswunsch zugrunde liegenden Beweise vorlegen. Der Stadtverwalter wird nun eine Versammlung aller schöffenfähigen Bürger sobald als möglich veranlassen. Alternativ können sich bewogene Bürger auch schriftlich melden.

Die Namen, der zwei berufenen Schöffen werden dann blind vor den Augen der versammelten Bürger gezogen, wobei nur Personen mit voller Bürgerschaft und Stimmrecht als Schöffen fungieren können. Beide werden gemeinsam die neue Beweislage prüfen, und dann darüber befinden, ob sie ausreichend ist, eine neue Aufrollung des bereits abgeschlossenen Verfahrens zu verantworten. Sollte dies geschehen, so wird das zugrunde liegende Delikt neu verhandelt, doch die Schöffen dem Richter beigesetzt, so dass ein Richtertisch mit drei Personen über den Vorfall neu entscheidet.

Auch Berufungsanträge sowie -verfahren haben protokolliert zu werden, als Amtshandlungen.

8. Amtsdauer sowie Rechenschaftspflicht der Amtsträger und -beauftragten

Ein jeder Amts- und Würdenträger hat am Ende seiner regulären Dienstpflicht, noch vor Beginn der Neuwahlen, einen Rechenschaftsbericht vor der Versammlung abzulegen, und somit seine Amtshandlungen in knapp zusammengefasster Form protokolliert an die Bürgerschaft weiter zu geben. Die Versammlung ihrerseits hat dadurch die Möglichkeit, mögliche Fragen zu stellen, Probleme zu erörtern und daraus Vorschläge für die Zukunft abzuleiten. Um einen Amtsmissbrauch vorzubeugen, ist dieses Verfahren zwingend notwendig. Hat ein Würden- oder Amtsträger seine Pflicht zur Zufriedenheit der Mehrheit der Bürgerschaft erfüllt, so wird er von der Bürgerversammlung per Abstimmung entlastet und seine Dienstphase gilt als abgeschlossen, sobald die Zeit der Neuwahl vorüber ist und die neuen Amtsinhaber ihren Dienst antreten können. Nach Möglichkeit ist der Rechenschaftsbericht kurz vor dem Beginn der Neuwahlen abzulegen, doch kann die Bürgerversammlung diesen zu jedem Zeitpunkt der Amtszeit per Mehrheitsbeschluss einfordern.

Wird ein Amts- oder Würdenträger aufgrund Mehrheitsbeschlusses der Bürgerversammlung anhand seines Rechenschaftsberichtes nicht entlastet, so ist zu prüfen, ob sich jener gegenüber der Bürgerschaft Minocs in irgendeiner Weise schuldig gemacht hat. Hierfür wird ein Ausschuss gebildet, der aus mindestens dem amtierenden Richter, einem Abgesandten der Miliz und einem freien Bürger besteht, und darüber befindet, ob womöglich strafwürdige Handlungen vorliegen. Dieser Ausschuss kann also die Vorwürfe genauer prüfen und entweder den Amtsträger anhand der genaueren Prüfung entlasten, oder den Weg für ein Gerichtsverfahren bereiten.

Auch wenn dies ein erheblicher Einschnitt in die bisherige Minocer Handhabung ist, so gibt es den Bürgern endlich die Möglichkeit, Personen zu belangen die ihr Amt offenkundig missbrauchten oder sich auf äußerst grob fahrlässige Weise etwas zu Schulden kommen ließen, anstatt wie bisher stumm die Vergehen einiger Obrigkeiten ertragen zu müssen.

Da jede Amtsperiode auf drei Mondläufe begrenzt ist, jeweils per einfacher Mehrheitsabstimmung von seitens der Bürgerversammlung aber um jeweils drei Monate verlängert werden kann, ergibt sich eine maximale Amtsdauer von sechs Monaten insgesamt. Gleichwohl sich besagte Personen erneut zum Amt stellen dürfen, müssen sie am Ende ihrer Amtsperiode den Rechenschaftsbericht ablegen, so dass die Bürgerschaft in regelmäßigen Abständen zwangsläufig über Amtshandlungen informiert wird.